Fredenbeck

Beckdorf mit Schwächen im Angriff – Fredenbeck auf Talfahrt

Normalerweise liegt im Angriff die große Stärke des SV Beckdorf.

Beckdorf/Fredenbeck. Doch wenn Maris Versakovs und Stefan Völkers nicht wie gewohnt treffen, dann bleibt der Handball-Drittligist auch schon mal unter der 30-Tore-Marke und muss sich – wie jetzt beim 29:29 (15:18) gegen den VfL Potsdam – mit einem Unentschieden zufrieden geben. Versakovs brachte es nur auf drei Feldtore, dazu kamen zwei verwandelte Siebenmeter. Stefan Völkers hatte am Ende auch nur fünf Treffer auf dem Konto.

Das Unentschieden nennt Trainer Lars Dammann „enttäuschend, gemessen am eigenen Anspruch“. Aber gerecht, auch wenn der 17 Jahre alte Rechtsaußen Jan Fieritz drei Sekunden vor Schluss noch hätte zum Sieg treffen können. Lars Dammann: „Vier Bälle macht er vorher aus der gleichen Position ganz sicher rein und beim entscheidenden fünften Versuch geht es schief.“ Einen Vorwurf wollte der Trainer damit aber nicht verbinden. Entscheidend waren andere Gründe. So bekam die Beckdorfer Abwehr den gegnerischen Kreisläufer Bengt Bornhorn nicht in den Griff, der sechsmal erfolgreich war. Dabei lief Torhüter Stefan Stielert in der zweiten Halbzeit zu Höchstform auf. Stefan Völkers kompensierte seine Wurfschwäche durch eine herausragende Leistung als Mittelblocker. Am Ende war es Henning Scholz, der nach seiner Rückkehr von einer Exkursion aus dem Himalaja sein Comeback feierte und mit drei Treffern in den letzten zehn Spielminuten das Ergebnis bis zum Schluss offen hielt. So knisterte in der Beckdorfer Halle mal wieder bis zum Schluss die Luft vor lauter Spannung.

Bei der 26:35 (12:16)-Auswärtsniederlage des VfL Fredenbeck beim Oranienburger HC dagegen war die Entscheidung praktisch schon früh gefallen, spätestens als die Heimmannschaft nach der Pause innerhalb von zwei Minuten aus einem 19:14 einen 22:14-Vorsprung machte. Bis zu zehn Treffer betrug der Abstand nach dem Seitenwechsel. Einzig Rückraumakteur Maciek Tluczynski vermochte mit 13 Treffern, davon sieben Siebenmeter, zu überzeugen. Trainer Uwe Inderthal mochte die Auswärtsniederlage nicht erklären. „Geredet haben wir genug“, sagte er. Die Mannschaft sei dran, müsse es richten.

Am Freitag um 20 Uhr trifft der VfL Fredenbeck auf den Tabellennachbarn TSV Burgdorf II. Beide Mannschaften gehören mit erst vier Punkten auf der Habenseite zu den Teams, die neben den Aufsteigern MTV Altlandsburg und ATSV Habenhausen am häufigsten als mögliche Absteiger aus der 3. Liga genannt werden.