Lüneburg

Fiks trifft in letzter Sekunde

Fußball-Landesligist SV Ahlerstedt/Ottendorf gewinnt 2:1 gegen Eintracht Lüneburg. Überraschungssieg für Ilmenau

Ahlerstedt/Lüneburg. Pech gehabt! Auf diese einfache Formel lässt sich die 1:2 (0:0)-Niederlage der SV Eintracht Lüneburg bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf in der Fußball-Landesliga Lüneburg bringen. Auf der anderen Seite herrschte Riesenfreude über das späte Glück, als in der Nachspielzeit ein Kopfball von Dimitri Fiks im Gästetor landete und der Schiedsrichter die Partie erst gar nicht wieder anpfiff.

Bis zu diesem entscheidenden Augenblick konnten die Lüneburger mit dem sich abzeichnenden Unentschieden zufrieden sein. „Meine Mannschaft hat sich gegenüber der Vorwoche erheblich gesteigert. Die Vierer-Abwehrkette hat – außer beim ersten Gegentor – hervorragend funktioniert. Ahlerstedt hatte in der ersten Halbzeit kaum Chancen,“ analysierte Eintracht-Trainer Michael Krienke. Nur in der Offensive lief noch nicht alles rund. Direkt nach der Pause erzielte Hüseyin Alak das 1:0 für die Eintracht. Der Vorsprung hatte nur zehn Minuten Bestand, bis Markus Sonnabend eine Minute nach seiner Einwechslung ausglich.

Auch den Siegtorschützen Dimitri Fiks hatte Ahlerstedts Trainer Hartmut Mattfeldt erst eingewechselt. „Der Freistoßschütze hat einfach draufgehalten und der Ball ist irgendwie im Netz gelandet“, beschrieb Krienke die Entscheidung. Der Freistoß sei außerdem zweifelhaft gewesen. Krienkes Fazit: „Meine Mannschaft ist für einen starken Auftritt nicht belohnt worden.“ Doch Michael Krienke wäre nicht Michael Krienke, wenn er nicht trotzdem zuversichtlich nach vorn blicken würde. „Auf diesem Niveau ist bei uns noch vieles möglich.“ Es sei nur eine Frage der Zeit, bis bei Eintracht die nötige Stabilität einkehre.

Da ist die SV Ahlerstedt/Ottendorf, mit zwei Siegen und zwei Unentschieden gestartet, einen Schritt weiter. Dass seine Mannschaft glücklich gewonnen habe, wollte Mattfeldt nur in Bezug auf den späten Zeitpunkt des Siegtreffers gelten lassen. „Insgesamt habe ich uns klar überlegen gesehen“, sagte er. Die letzte halbe Stunde habe nur noch Ahlerstedt angegriffen, sei aber immer wieder an Eintracht-Torhüter Michael Hopp gescheitert. Markus Sonnabend, gerade der A-Jugend entwachsen, war auch am zweiten Treffer entscheidend beteiligt. Er trat den Freistoß, den Fiks zum vielumjubelten 2:1 verwandelte.

Elbmarsch kassiert im Eintracht-Duell in Cuxhaven die erste Saisonniederlage

Wie die Eintracht, so verharrt auch Stadtrivale Treubund Lüneburg bei drei Punkten aus vier Spielen. Die Mannschaft kassierte auf eigener Anlage sogar ein 0:4 gegen den Heeslinger SC. Olaf Lakämper hatte nur seine Mannschaft im Blick. „Wir haben, wie schon in den letzten Wochen, wieder nicht gut gespielt. Wir stecken in einer echten Krisensituation“, räumte der Trainer ein. „Jetzt müssen wir sehen, wie wir da wieder rauskommen.“ Am kommenden Freitag stehen sich die beiden Lüneburger Landesligisten bei der SV Eintracht im Stadtderby gegenüber.

Jubeln durfte dagegen Aufsteiger SV Ilmenau, der mit 2:1 (0:1) gegen den MTV Dannenberg einen Sieg holte, mit dem nicht zu rechnen war. „Unsere Personallage ist derzeit katastrophal, wir hatten nur zwei Auswechselspieler“, sagte Co-Trainer Dennis Köllmann und bezeichnete den Sieg als glücklich. „Aber wir haben am Ende noch einmal aufgedreht und deshalb vielleicht auch verdient gewonnen.“ Ein glückliches Händchen bewies Trainer Sven Jenßen mit der Einwechslung von Torjäger Reno Schellin, der in der 82. Minute mit einem 25-Meter-Schuss in den Winkel für den Sieg sorgte. Nico Zemke hatte in der 75. Minute den 1:1-Ausgleich erzielt. Köllmann: „Wir sind überglücklich über diesen Sieg. Der ist Gold wert.“

Mit dem 0:1 bei Eintracht Cuxhaven musste Eintracht Elbmarsch die erste Saisonniederlage hinnehmen. Das Tor des Tages erzielte Markus Richter in der 20. Minute. „Cuxhaven hat ständig lange Bälle nach vorn geschlagen, die verlängert und damit gefährlich wurden“, berichtet Ligamanager Philipp Meyn, „da konnten wir uns nicht drauf einstellen.“ Elbmarsch brachte nur zwei Halbchancen durch Steffen Haenel und Eric Papstein zustande. „Wir haben unsere Leistung heute nicht abgerufen. Da waren einige Totalausfälle dabei“, kritisierte Meyn.