Harburg

Harburg-Pokal bleibt ohne Überraschungen

Traditionelles Vorbereitungsturnier der Fußballer in Harburg zum 49. Mal ausgetragen. Heute am Montag wird das Achtelfinale gespielt.

Harburg. Auch wenn beim traditionellen Harburg-Pokal 2013 im Fußball die Überraschungen in der Vorrunde ausblieben und sich auf allen vier Sportanlagen die Favoriten mehr oder weniger deutlich und einige mit Glück behaupteten, so kommt das größte Saisonvorbereitungsturnier im Hamburger Süden schon an diesem Montag so richtig ins Rollen, wenn die Paarungen des Achtelfinales ausgetragen werden. Andreas Meyer vom Spielausschuss des Harburg-Pokals scheint bei der öffentlichen Auslosung auf der Wilhelmsburger Anlage am Turnplatz genau das richtige Gespür und Händchen für interessante Paarungen gehabt zu haben.

Harburger TB gegen den Titelverteidiger TSV Buchholz 08 auf der Jahnhöhe, vorher das Wilhelmsburger Derby Klub Kosova gegen den ESV Einigkeit. Am Neuländer Elbdeich kommt es zum Landkreisduell zwischen dem TV Meckelfeld und VfL Jesteburg und der Auseinandersetzung zwischen dem SV Grün-Weiss Harburg und TuS Finkenwerder. Der zweite Titelverteidiger des Vorjahres, der SV Wilhelmsburg, spielt auf der Anlage Am Turnplatz gegen den VfL Maschen, dazu gibt es dort die Begegnung zwischen dem SV Este 06/70 und dem FTSV Altenwerder. Das sportlich wohl hochkarätigste Spiel wird auf der Anlage am Kiesbarg ausgetragen, wenn der FC Süderelbe auf seiner Heimanlage auf den Landesliga-Klassenkonkurrenten FC Türkiye trifft. Vorher spielen Dersimspor und der Harburger SC gegeneinander.

"Wir losen die Spiele so aus, dass die Heimvereine auf ihrer eigenen Anlage antreten", sagt Ingo Brussolo vom Spielausschuss. Alle anderen Mannschaften kommen in den großen Lostopf und werden gezogen. Dieses Verfahren soll vor allem das Zuschauerinteresse steigern. Bisher war die Besucherzahl mit rund 650 zwar im Rahmen, aber nicht gerade angemessen.

Ein wenig Wehmut herrscht beim TSV Neuland. Als einziger Heimverein ist der Bezirksligist in der Vorrunde mit einer 0:2-Niederlage am VfL Maschen gescheitert. "Schade für die besonders engagierten ehrenamtlichen Helfer", sagt Ingo Brussolo, "die machen und tun und werden für ihre Mühen dann nicht belohnt." Am Neuländer Elbdeich haben sich durchweg die Favoriten durchgesetzt. Der Harburger SC hatte wenig Mühe bei seinem 2:0-Erfolg gegen Kreisliga-Aufsteiger Viktoria Harburg. Der Bezirksligist TV Meckelfeld feierte sogar einen 5:0-Erfolg gegen die Spielvereinigung FSV Harburg-Rönneburg. Und der Landesligist FTSV Altenwerder setzte sich mit 3:1 gegen den TSV Over/Bullenhausen durch. Der SV Wilhelmsburg, der mit Buchholz 08 Titelverteidiger des Vorjahres ist (Spielabbruch des Endspiels nach Platzregen), kam zu einem knappen 2:1-Sieg gegen Panteras Negras. Der FC Türkiye setzte sich erwartungsgemäß gegen den Bostelbeker SV mit 3:0 durch und auch der klassenhöhere Bezirksligist SV Este 06/70 behauptete sich mit 4:0 gegen den Kreisligisten Rot-Weiss Wilhelmsburg.

Der Moorburger TSV sorgte für negative Schlagzeilen, war ohne Absage gar nicht erst auf der Sportanlage Am Turnplatz erschienen. "Der Verein hat keine Mannschaft zusammenbekommen", sagt Ingo Brussolo, "hätte aber absagen können, dann hätten wir irgendetwas organisiert." Jetzt müssen die Moorburger mit Konsequenzen rechnen. Auf der Jahnhöhe fielen die meisten Treffer der Vorrunde. Der ESV Einigkeit Wilhelmsburg gegen Eintracht Hittfeld und der TuS Finkenwerder gegen den TuS Fleestedt landeten klare 4:0-Erfolge in den zweimal 30 Minuten. Sogar mit 5:0 siegte der VfL Jesteburg gegen die Vereinigung Tunesien. Die Jesteburger handelten sich die einzige rote Karte der Vorrunde ein, die eine Sperre des Spielers für das Turnier bedeutet. In die Verlängerung musste der Harburger TB, der erst nach Elfmeterschießen mit 6:4 gegen den Harburger Türksport ins Achtelfinale kam.

Die Kreisklassen-Fußballer der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) fühlten sich als moralische Sieger, auch wenn sie am Ende mit 2:5 gegen den Oberligisten TSV Buchholz 08 ausschieden. Zwei Treffer gegen die beste Mannschaft des Südens sind eine gelungene Ausbeute. Der FC Süderelbe mit einem lautstarken Trainer Stefan Arlt (er vertrat den urlaubenden Jean-Pierre Richter) besiegte den TVV Neu Wulmstorf sicher mit 3:0. Grün-Weiss Harburg gewann mit 2:0 gegen den Bezirksliga-Aufsteiger FC Rosengarten. Ein Torwartfehler zum 1:1 nach regulärer Spielzeit beendete die Träume vom FC Neuenfelde, der im Elfmeterschießen Dersimspor mit 4:5 unterlegen war.