Schneverdingen

Ein Fußballspiel für die Ewigkeit

Jahn Schneverdingen ringt den Werder-Profis ein 1:2 ab

Schneverdingen. 22 Kickern und 3000 Zuschauern wird das 1:2 (0:2) des TV Jahn Schneverdingen im Osterwaldstadion gegen die Bundesligaprofis des SV Werder Bremen unvergessen bleiben. Dass die Landesligafußballer am Ende der Saison in die Bezirksliga absteigen müssen, wird dagegen bald kein Thema mehr sein.

Es war aller Ehren wert, was die Mannschaft von Trainer Jesco Rohde im Freundschaftsspiel gegen die Werderaner an Einsatz und Fußballkunst auf den Rasen brachte. Da wurde geackert und gegrätscht, was das Zeug hielt. Besonders in der zweiten Halbzeit, in der Güven Ayik auf 1:2 verkürzen konnte und der TV Jahn Schneverdingen den Bundesligisten in arge Nöte brachte. Drei Bremer Abwehrspieler ließ der ältere Bruder des früheren Werderprofis Onur Ayik einfach stehen, bevor er in Torjägermanier vollendete.

Am Ende wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen, doch am Erfolg der Profis gegen die Amateure war letztlich nicht zu rütteln. Werder Bremen feierte den Erfolg in Schneverdingen als zweiten Sieg im zweiten Spiel der "Danke schön"-Tour zum Abschluss einer alles andere als zufriedenstellenden Saison mit der Entlassung von Trainer Thomas Schaaf. Den hätte Jesco Rohde gerne willkommen geheißen in Schneverdingen, war Schaaf doch einst A-Jugendtrainer in seiner Zeit bei Werder Bremen. Gegen den VfL Oldenburg hatte Werder einen Tag vorher noch mit 6:0 gewonnen. Heute spielt Werder noch bei Atlas Delmenhorst.

Felix Kroos (34. Minute), der gerade verlängert hat, und Johannes Wurtz (42.) hatten vor der Pause für die Gäste getroffen. Da schien beim Bundesliga-14. der Bann gebrochen, doch mit Einsetzen des Sturms war es mit der Bremer Herrlichkeit schon wieder vorbei. Vorbildlich präsentierten sich die Profis nach dem Abpfiff. Kein Autogrammwunsch blieb unerfüllt, Interimstrainer Wolfgang Rolff verteilte artig Komplimente an Jesco Rohde und seine 22 Landesliga-Fußballer, die allesamt zum Einsatz gekommen waren.