Drochtersen

LSK Hansa hat Aufstieg wieder selbst in der Hand

Oberliga-Kicker gewinnen 4:2 gegen Hildesheim. SV Drochtersen/Assel lässt erneut Punkte gegen Abstiegskandidaten liegen

Lüneburg/Drochtersen. Die Pflichtaufgabe ist gelöst: Die Oberliga-Fußballer des Lüneburger SK Hansa haben es nach dem 4:2 (1:0) gegen den Abstiegskandidaten VfV 06 Hildesheim wieder selbst in der Hand, die Aufstiegsrunde zur Regionalliga zu erreichen. Weil der härteste Konkurrenz Lupo Martini Wolfsburg beim 0:0 in Jeddeloh nur einen Punkt holte, kann der LSK die Wolfsburger im Fall eines Heimsieges in zwei Wochen im eigenen Stadion überflügeln.

Diese günstige Ausgangsposition im Schlussakkord der Saison erkämpfte sich der LSK allerdings mit einem Zittersieg vor 400 Zuschauern am Wilschenbruch. Die Führung durch Benjamin Tillack (32. Minute) fiel "aus heiterem Himmel", wie Lüneburgs Co-Trainer Thomas Oelkers zutreffend anmerkte. Mit diesem Resultat ging es in der verkrampft geführten Partie in die Kabinen. Doch das 1:0 wirkte nicht nachhaltig beruhigend auf die Lüneburger Spieler. Nach einem Konterangriff stand es plötzlich 1:1, weil der nach der Pause eingewechselte Omar El-Zein (57.) den Ball nach einer Maßflanke in das linke Toreck drosch. Die Hausherren wachten erst nach der gelb-roten Karte für den Hildesheimer Agron Luma auf (70.). Neun Minuten später traf Finn-Patrick Gierke volley zum 2:1. Als Stefan Richter in der 83. Minute das 3:1 markierte, schien das Spiel gelaufen zu sein. Doch nur 120 Sekunden später kamen die Gäste durch einen unhaltbar verwandelten Freistoß von El-Zein auf 3:2 heran. "Hildesheim agierte sehr kiebig und hat nie aufgesteckt", zollte Oelkers dem Gegner aus dem unteren Tabellendrittel Respekt. Für das erlösende 4:2 sorgte erneut Gierke eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit. "Wir sind froh, dass die Partie so ausgegangen ist", atmete Oelkers nach dem Schlusspfiff tief durch.

Das machten auch die Spieler der SV Drochtersen/Assel - leider bereits nach der 2:0-Führung gegen den SC Langenhagen zur Halbzeit. Weil die Heimmannschaft in der zweiten Halbzeit vor 200 entsetzten Zuschauern wieder einmal völlig den Faden verlor, kamen die Gäste noch zu einem 2:2. Vereinschef Rigo Gooßen: "Wir hatten die Spieler davor gewarnt, das Fußballspielen in der zweiten Hälfte einzustellen." Doch genau das taten sie. Langenhagen machte aus zwei Chancen zwei Tore - wieder waren zwei Punkte gegen einen Abstiegskandidaten futsch. Gooßen: "Das war erbärmlich."