Jesteburg

Sie meistern ihren ersten Marathon

Mädchen-Trio aus Jesteburg feiert Premiere in Hamburg. Marlene Henschen gewinnt ihre Altersklasse

Jesteburg. Irgendwann hatten sie die Idee, beim Marathon in Hamburg mitzulaufen. Marlene Henschen, Anna Lea Eggert und Sina Henschen vom VfL Jesteburg. Die drei Mädchen bewiesen Ehrgeiz und waren in den Monaten zuvor hoch motiviert. Denn immerhin war es der erste Marathon für die jungen Läuferinnen. Trainer Jörn-Paul Enk hatte das Trio gewissenhaft vorbereitet, feuerte sie natürlich an der Strecke an und war einer der ersten Gratulanten im Ziel. Alle drei Mädels meisterten die 42,195 Kilometer. Die 19 Jahre alte Marlene Henschen gewann in der Zeit von 3:46,54 Stunden in der weiblichen U20-Jugend, bei Anna Lea Eggert, 19, blieben die Uhren bei 3:52,51 Stunden stehen. Die Jesteburgerin startete mit einem besonderen Shirt, das sie beim Auslandsaufenthalt in Ghana bekommen hatte, dort betreute sie für das Rote Kreuz auch Marathonläufe. Jetzt löste sie das Versprechen ein, das Shirt in Hamburg zu tragen. Sina Henschen, 21, beendete ihren ersten Marathon nach 4:22,13 Stunden.

"Ein ganz großartiges Erlebnis, auch wenn ich schon 40. Marathonläufe hinter mir habe. Dieser war vom Erlebnis her der Beste", sagte Arno Reglitzky. Der Chef von Blau-Weiss Buchholz ist mit seinem Team Dauergast in Hamburg. Auch wenn die Vorbereitungen wegen des langen Winters denkbar schlecht waren, haben die acht Buchholzer Läufer die Strecke gemeistert. Zwei erste Plätze in der Altersklassenwertung registrierte auch die LG HNF. Frieda Harms (W55) sicherte sich den Sieg in 3:32,46 Stunden und Wieslaw Slawinski gewann in 2:57,23 Stunden die Altersklasse M55.

Schnellster Läufer der LG Hausbruch-Neugraben-Fischbek war Jens Kelling bei den Männern in 2:56,21 Stunden, dicht gefolgt von Michael Carstensen (M45) in 2:56,55 Stunden. Die LG HNF war auch diesmal wieder mit 50 ehrenamtlichen Helfern an der Strecke und organisierte den Verpflegungsstand bei Kilometer 15.

Für den Buxtehuder SV war erstmals der frühere Olympiateilnehmer im Weitsprung, Nils Winter (M35), am Start. Nach 4:02.39 Stunden erreichte er das Ziel. Über Platz elf in der M30-Altersklasse freute sich der Lüneburger Frank Reimann, der 2:37,57 Stunden benötigte.