Buchholz

Freud und Leid für Buchholzer Fußballtrainer Thomas Titze

Der Tabellenzweite Buchholz 08 bezwingt in der Fußball-Oberliga den Abstiegskandidaten SC Vier- und Marschlande mit 2:0. Nur - das Nachholspiel ging viel mehr an die Nerven, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Buchholz. Den ersten Treffer hatte John Philip Mathies in der 40. Minute erzielt. Sein Weitschuss aus 20 Metern flatterte ins Tor. "Ich wäre mit meinem Sohn böse gewesen, hätte er einen solchen Ball durchgelassen", beschreibt Trainer Thomas Titze den Fehler des gegnerischen Torwarts. Dabei war Axel Möring der beste Spieler des Gegners aus den Vier- und Marschlanden. Der Keeper stand im zweiten Durchgang immer wieder im Mittelpunkt. Ob Julian Kühn oder der eingewechselte Marian Grühn, ob Samuel Louca, Karol Tocha oder Arne Gillich, sie alle rannten mindestens einmal allein auf den gegnerischen Torwart zu, schossen drüber, daneben und versagten auch bei Nachschüssen. "Wenn wir in diesem Spiel noch einen Punkt abgegeben hätten", sagt Thomas Titze, "ich wäre sofort nach Haus gefahren und hätte mir die Bettdecke über den Kopf gezogen."

Entspannen konnten er und die Fans sich erst, als Milaim Buzhala in der 91. Minute den Ball nach einer Ecke über den Torwart spitzelte. "Das Tor war am schwierigsten zu erzielen", sagt Trainer Titze. Für ihn wäre es doch besser gewesen, wenn er sich früh schlafen gelegt hätte. So musste er den 4:0-Sieg von Bayern München im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona mit ansehen. "Dabei bin ich seit vielen Jahren leidenschaftlicher Fan von Barcelona", sagt Thomas Titze, "ich schaue mir jedes Spiel im Fernsehen an und im Urlaub versuche ich, wenigstens einmal im Jahr ein Spiel in Barcelona live zu erleben." Jetzt bleibt dem Buchholzer Trainer nur die Hoffnung auf ein Finale zwischen München und Borussia Dortmund, seiner zweiten Lieblingsmannschaft.

Die Landesliga-Kicker des TuS Finkenwerder, die als Absteiger quasi feststehen, mussten im Heimspiel gegen SC Schwarzenbek schon nach 60 Sekunden das erste Tor hinnehmen. Erst fünf Minuten vor dem Abpfiff erzielt Kai Vollpott den Ausgleich. Ohne Chancen war dagegen der FTSV Altenwerder beim 0:5 gegen den ambitionierten Tabellenzweiten Oststeinbeker SV und bleibt auf einem Abstiegsplatz.