Buchholz

Rosengarten siegt mit "Torhüterin von anderem Planeten"

Nach einem phasenweise peinlichen, über weite Strecken aber begeisternden Auftritt haben sich die Handballfrauen der SGH Rosengarten-Buchholz etwas Luft im Abstiegskampf der 2. Bundesliga verschafft.

Buchholz. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Travemünde zählte vor 400 Fans in der heimischen Nordheidehalle nichts anderes als ein Sieg. Mit dem letztlich souveränen 37:19 (16:10)-Erfolg feierten die Spielerinnen von Trainer Patrice Giron den ersten Heimsieg seit fast vier Monaten und den ersten doppelten Punktgewinn 2013.

"In der Anfangsphase war uns der enorme Druck anzumerken, zu Hause gegen Travemünde unbedingt gewinnen zu müssen", sagte Giron. Verunsicherung, Nervosität und viele technische Fehler spielten den stark limitierten Gästen in die Karten. Sie führten mit 5:2 und 7:4 (15. Minute) und ließen bei drei Lattentreffern Chancen ungenutzt. Erst nach diesem Weckruf fand Rosengarten zu mehr Kompaktheit in der Abwehr und Sicherheit beim Umschalten auf Angriff. Verlass war erneut auf die überragende Torhüterin Turid Arndt, deren 22 Paraden Gästetrainer Sören Jeppesen zum Kommentar veranlasste, er glaube, Turid sei auf einem anderen Planeten geboren.

Bei 8:8 (21.) war der Ausgleich hergestellt, nach dem 16:10-Halbzeitstand gab es spätestens beim 22:12 (40.) keinen Zweifel am Sieger mehr. Die besten Torschützen waren Sanne Hoekstra, Pia Hildebrand (je 7) und Kaja Schmäschke (6). Am kommenden Sonnabend geht es zu Tabellenführer Bietigheim.