Ex-Fredenbecker Marek Suszka besiegelt VfL-Schicksal

Im Abstiegskampf entscheidet die Abwehr über Erfolg oder Misserfolg, predigt Handballtrainer Uwe Inderthal vom VfL Fredenbeck seiner Mannschaft seit Wochen.

Fredenbeck. Doch so ganz haben die Drittliga-Handballer das wohl noch nicht verinnerlicht und beim 33:35 (17:17) gegen den Tabellenvorletzten Stralsunder HV wieder mehr als 30 Gegentreffer zugelassen.

"Das ist einfach zu viel", ärgerte sich Inderthal nach der vierten Niederlage in Folge mit mehr als 30 Gegentoren. Damit konnte sich der VfL Fredenbeck wieder keine Luft im Abstiegskampf verschaffen, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nach Minuspunkten jetzt sogar schon fünf Zähler. Das Kellerduell vor 450 Zuschauern in Fredenbeck hatte allerdings so gar nichts mit Abstiegskampf zu tun. "Dafür haben beide Teams einfach zu gut gespielt", sagte Inderthal, sie hätten nur wenige technische Fehler gemacht.

Gegner Stralsund präsentierte sich mit seinen beiden polnischen Neuzugängen Marek Suszka (10 Tore/4), der auch schon für den VfL Fredenbeck spielte, und Filip Kliszczek (9) von einer ganz anderen Qualität als noch im Hinspiel. Die vielleicht entscheidende Schwächephase in einem ausgeglichenen Spiel leistete sich der VfL Fredenbeck zwischen der 40. und 47. Minute, als Stralsund zu sechs Treffern in Folge kam und aus einem 20:23-Rückstand eine 26:23-Führung machte. Stärkster Spieler beim Gegner war wie schon eine Woche vorher in Beckdorf der 35 Jahre alte frühere Nationalspieler Kliszczek.

Das naheliegende sportliche Ziel, nämlich endlich wieder unter 30 Gegentoren zu bleiben, soll schon in den kommenden beiden Spielen erreicht werden, die der VfL Fredenbeck in eigener Halle austrägt. Nacheinander erwartet der VfL Fredenbeck in der Geestlandhalle den Tabellendritten HSG Tarp/Wanderup und Schlusslicht HSV Insel Usedom. Um die Klasse zu halten, müssen noch sechs der restlichen zehn Saisonspiele gewonnen werden, so jedenfalls die Rechnung von Uwe Inderthal.

Die Tore: Marek Tluczynski (12/4 Siebenmeter), Benedikt Philippi und Lukas Kraeft (je 6), Ghenadi Golovici (4), Lars Kratzenberg (3), Kristinn Björgúlfsson und Birger Tetzlaff (je 1)