Harburg

SGH Rosengarten ärgert den Tabellenführer

Bundesliga-Handballerinnen halten beim Thüringer HC eine Halbzeit gut mit

Buchholz. Die rund 1000 Zuschauer in der Salza-Halle von Bad Langensalza applaudierten in der Pressekonferenz für die Handball-Damen der SG Rosengarten-Buchholz und würdigten damit eine engagierte Leistung des Bundesliga-Aufsteigers. Die "Luchse" aus der Nordheide zeigten vor allem in der ersten Halbzeit ihre Krallen und ließen den Tabellenführer vom Thüringer HC nicht richtig ins Spiel kommen.

"Leider", so sagt Trainer Martin Hug, "konnten wir die Leistung nicht konstant halten." In der zweiten Hälfte kam der Spitzenreiter von Trainer Herbert Müller so richtig ins Rollen und erzielte die Tore im Minutentakt. An Ende stand für die aufopferungsvoll kämpfenden Handballerinnen aus der Nordheide eine 21:35-Niederlage zu Buche.

"Wir können auf die erste Halbzeit aufbauen", sagte Martin Hug. Da hatte der Buchholzer Coach mit einem Schachzug das schnelle Spiel des Thüringer HC wirkungsvoll gestört. "Wir haben ihnen den Gegenstoß weggenommen", sagte der Buchholzer Coach. Zudem habe sein Team diszipliniert gespielt, im Angriff lange auf die Chance gewartet und diese eiskalt genutzt. Die Leistung ist umso höher zu bewerten, da der SG Rosengarten-Buchholz nur neun Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen zur Verfügung standen.

Melanie Schliecker hatte sich zwar warm gemacht, dann aber wegen der Achillessehnenschmerzen auf einen Einsatz verzichtet. Und auch Torhüter Turid Arndt (Bandascheibenprobleme) kam nur zu einem Kurzeinsatz. Sie wurde aber glänzend von Maren Eckert und Ariela Albers, die in Bad Langesalza ihr Bundesliga-Debüt gab, vertreten.

Auf der Rückfahrt herrschte zunächst Niedergeschlagenheit, nach ihrer guten ersten Halbzeit hatte sich die Spielgemeinschaft ein bisschen mehr erhofft. Doch in den zweiten 30 Minuten zeigte der Thüringer HC, warum er an der Tabellenspitze steht und einer der Topfavoriten ist. Das Team ist gespickt mit Nationalspielerinnen aus vielen Ländern, nur Kerstin Wohlbold hat keine internationale Erfahrung.

"Die erste Halbzeit macht Mut", so Trainer Martin Hug. Seinem Team wurden Engagement und spielerische Frische bescheinigt.

Die Tore: Natascha Kotenko (6), Martina Bauer (5), Svenja Rix (3), Nadine Cramer (3), Katheryna Valyushek (3) und Julia Harms (1)