Harburg
Handball-Regionalliga Nord

Fredenbeck will jetzt Meister werden - Beckdorf verschießt sein Pulver zu früh

In der Regionalliga Nord schleichen sich die Handballer des VfL Fredenbeck immer näher an die Tabellenspitze heran.

Fredenbeck/Beckdorf. Nach dem 37:32 (17:16)-Heimsieg gegen Schlusslicht Eintracht Glinde zogen die "Blauen" nach Minuspunkten an TV Jahn Duderstadt vorbei auf den zweiten Platz. Wieder in arge Bedrängnis im Abstiegskampf gerät dagegen der SV Beckdorf. Nach starker erster Halbzeit (14:9) mussten sich die Spieler von Trainer Uwe Inderthal bei Tabellenführer HC Aschersleben noch mit 26:30 geschlagen geben - die erste Niederlage des Jahres 2010.

Wie von Fredenbecks Trainer Ralf Böhme befürchtet, taten sich die Gastgeber in der Geestlandhalle schwer. Besonders den ehemalige Magdeburger Christoph Frank (11 Feldtore) bekamen sie nicht in den Griff. Zur Pause führte Fredenbeck nur mit 17:16, erst in der letzten Viertelstunde konnte sich der VfL absetzen. Maik Heinemann (3 Tore) brachte jetzt mehr Stabilität in den Angriff, wo neben Peter Dettling (8) auch Kreisläufer Cedric Koch (6) überzeugte. "Jetzt wollen wir Meister werden", meinte Vereinsvorsitzender Klaus Wick. Der VfL hat allerdings ein schweres Auswärtsprogramm vor sich und eine mögliche Meisterschaft hat nicht zwingend den Aufstieg zur Folge. "Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist nur drin, wenn es finanziell machbar ist", schränkte Wick ein. Nach derzeitigem Stand sei das nicht der Fall.

Bis zur Pause war die Beckdorfer Handballwelt in Aschersleben in Ordnung. "Da haben wir alles richtig gemacht", meinte Trainer Inderthal. Die Deckung stand gut, Torhüter Thorsten Detjen entschärfte mehrere Tempogegenstöße. Im Angriff zeichnete sich allein Mario Allendörfer (7 Tore) aus. Nach 50 Minuten ging Aschersleben erstmals in Führung. Das Spiel kippte. Vielleicht lag es daran, dass die Mannschaft die Spannung nicht aufrechterhalten konnte. Dazu kamen neun Zeitstrafen und neun Siebenmeter gegen Beckdorf. "In der zweiten Halbzeit haben die letzten zehn Prozent Leistung gefehlt", so Inderthal, der dem März entscheidenden Charakter im Kampf um den Klassenerhalt einräumt.