Handball: Tränen zum Abschied

Anna Szymanska sagt Tschüs

Als Anna Szymanska (29) von ihrem Regionalligateam des Buxtehuder SV verabschiedet wurde, kullerten nicht nur bei ihr die Tränen. Nach sieben Jahren...

Buxtehude. Als Anna Szymanska (29) von ihrem Regionalligateam des Buxtehuder SV verabschiedet wurde, kullerten nicht nur bei ihr die Tränen. Nach sieben Jahren beendet die Torhüterin ihre Handball-Karriere in Buxtehude. "Und das mit zwei weinenden Augen", wie sie nach dem 31:21-Sieg gegen VfV/ASC Spandau und einem letzten Winken ins Publikum sagte. Der Dank an die Fans war ihr wichtig. "Ich möchte mich für die jahrelange Unterstützung bedanken", sagte Szymanska in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Die gebürtige Berlinerin war bei den BSV-Anhängern mit ihrer lockeren Art beliebt. Höhen und Tiefen habe sie beim Buxtehuder SV erlebt. 2002 wechselte sie mit Christina Vogt von der HSG Blomberg/Lippe nach Buxtehude. Die ehrgeizige Torhüterin wurde mit Ex-Nationalkeeperin Silke Christiansen zu einem der besten Torwartgespanne der Bundesliga. In vielen Erstliga- und Europacupbegegnungen bewies "Poldi" ihr Können.

Allerdings war ihre Karriere auch von Schattenseiten begleitet. Nach ihrem zweiten Kreuzbandriss 2007 (den ersten erlitt sie 2004) kehrte sie nicht mehr ins Bundesliga-Tor zurück. Ehrgeizig wie sie ist, kämpfte sie sich zurück, machte die Vorbereitung in der ersten Mannschaft unter Dirk Leun mit und wurde Rückhalt des Regionalligateams. Szymanska aber will mehr, fühlt sich topfit und möchte ihre Karriere zumindest in der 2. Liga beenden. Weil sie in Buxtehude keine Perspektive sieht, hat sie einen Schlussstrich gezogen. Nach Ende ihres Jura-Studiums fliegt Szymanska am 14. April für vier Monate nach Australien. Sie will in Sydney ihre Sprachkenntnisse verfeinern, plant ein Praktikum in einem Anwaltsbüro und möchte auch Handballspielen. "Was nach Australien kommt, weiß ich noch nicht", sagte sie.