Einblicke in Harburg

Tag der offenen Tür bei Harburgs Berufsfeuerwehr

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André Lenthe
Die neugestaltete Feuer und Rettungswache 31 am Großmoorbogen. Am Samstag präsentiert sich die Wache den Besuchern.

Die neugestaltete Feuer und Rettungswache 31 am Großmoorbogen. Am Samstag präsentiert sich die Wache den Besuchern.

Foto: André Lenthe Fotografie / HA

Retter präsentieren am Großmoorbogen ihre sanierte Wache. Viele Attraktionen für große und kleine Feuerwehrfans. Mini-Roboter wird gezeigt

Harburg.  Feuerwehrleute rücken aus, wenn Andere sich in Sicherheit bringen und Hilfe benötigen – am kommenden Sonnabend, 20. August, zeigen die Lebensretter bei einem Tag der offenen Tür, was einen der wichtigsten Jobs der Stadt so interessant macht. „Von 11 bis 18 Uhr öffnet die frisch sanierte Feuer- und Rettungswache Harburg am Großmoorbogen 8 ihre Türen und Tore für die Öffentlichkeit“, verspricht Brandoberinspektor Michael Siewers. Er hat die Vorbereitung koordiniert und gemeinsam mit seinen Kollegen der Berufsfeuerwehr Harburg ein spannendes Programm auf die Beine gestellt.

Gleich drei Gründe zu feiern hat Harburgs Feuerwehr in diesem Jahr. Zum einen wird Hamburgs Berufsfeuerwehr in diesem Jahr 150 Jahre alt. Und die Berufsfeuerwehr in Harburg, damals noch eigenständige Stadt, hätte im vergangenen Jahr bereits ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Dies fiel coronabedingt ins Wasser und wird nun zum 101. Jahr um so ausgiebiger nachgeholt. Zudem sind nach gut zwei Jahren die energetischen Sanierungsarbeitsarbeiten an der Wache so gut wie beendet. Die Wache erstrahlt in einem neuen, bunten und gastfreundlichen Gewand. Durch den Austausch der Fenster mit Dreifachverglasung, den Ersatz der Heizungs- und Lüftungsanlage, sowie einer Optimierung der Wärmedämmung wird bei gleichbleibendem Verbrauch künftig rund 50 Prozent Energie eingespart.

Große Identifikation der Kolleginnen und Kollegen mit dem Standort Harburg

„Viele Kollegen haben durch große Eigeninitiative zahlreiche kleinere Arbeiten selbst ausgeführt, beispielsweise wurde das Brückengeländer auf der Zufahrt zur Wache neu gestrichen“, freut sich Wachführer Gundolf Hinz. „Das zeigt die große Identifikation der Kolleginnen und Kollegen der Wachabteilungen mit dem Standort Harburg.“

Beim Blick hinter die Kulissen der Wache, werden die große und kleinen Feuerwehr-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Viele der 98 in Harburg beschäftigten Feuerwehrbeamten kommen in ihrer Freizeit und präsentieren das Leistungsspektrum der Berufsfeuerwehr. „Wir zeigen die patientengerechte Personenrettung aus einem Unfallfahrzeug mit hydraulischen Rettungsgeräten und wie man die Flammen einer Fettexplosion löscht“, sagt Gundolf Hinz, der mittlerweile seit 31 Jahren bei der Feuerwehr ist. „Außerdem wird die Menschenrettung mit einer Drehleiter gezeigt und die Entschärfung einer Fliegerbombe simuliert“, freut sich der erfahrene Brandrat.

Dabei setzt der Kampfmittelräumdienst auch einen kleinen Entschärfungsroboter ein. An einer Sanitätsstation können Kenntnisse der Ersten Hilfe vertieft und an einer Übungspuppe aufgefrischt werden.

„Wir wollen, dass die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher mitmachen und haben dafür beispielsweise die Harburger Feuerwehrfitness Challenge entwickelt“, ergänzt Michael Siewers. „Bei den Sportübungen können Teile des körperlichen Eignungstests der Hamburger Feuerwehr im Kampf gegen die Uhr absolviert werden. Dafür werden wir extra Hindernisse aufbauen und es gibt kleine Preise zu gewinnen.“ Die Sportkleidung sei selbst mitzubringen.

Wer es ruhiger angehen lässt, kann sich an Info-Stationen zum Beispiel aktuelle und historische Feuerwehrfahrzeuge anschauen. Für das leibliche Wohl sorgt die Freiwillige Feuerwehr Eißendorf und beköstigt die Besucher aus einem Spezialfahrzeug, dass auch bei Großeinsätzen zur Versorgung der Einsatzkräfte bereitgestellt wird. Kinder dürfen sich auf eine große Feuerwehrrutsche, Hüpfburg und Spiele freuen. Die Anfahrt wird über einen Shuttleservice vom Harburger Museum und vom Harburger Fernbahnhof mit Bussen geregelt. Es gibt keine Parkplätze auf dem Gelände der Feuerwehr, die Zufahrten müssen zwingend frei gehalten werden. Schließlich bleibt die Feuerwehr am „Tag der offenen Tür“ einsatzbereit. Der aktuelle Fuhrpark wird vor den Toren der Wache positioniert und kann besichtigt werden.

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