Motorradgottesdienst

Ein „MoGo“ für Harburg

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André Lenthe
Die katholische Sankt Maximilian Kolbe - Kirchengemeinde organisiert den 1. Harburger Motorradgottesdienst - v.li. Silke Ottow, Pfarrer Stafan Langer und Gerd Demitz gehören zum Orga-Kreis.

Die katholische Sankt Maximilian Kolbe - Kirchengemeinde organisiert den 1. Harburger Motorradgottesdienst - v.li. Silke Ottow, Pfarrer Stafan Langer und Gerd Demitz gehören zum Orga-Kreis.

Foto: Andre Lenthe Fotografie / André Lenthe Fotografie

Katholische Kirchengemeinde plant ersten Motorradgottesdienst auf dem Schwarzenberg. Gemeinsame Ausfahrt soll in den Landkreis führen

Harburg.  Die katholische Sankt Maximilian Kolbe-Gemeinde plant für das kommende Jahr Harburgs ersten Motorradgottesdienst. Bereits am 7. August steht eine erste Motorradausfahrt in die Nordheide auf dem Programm. „Wir saßen mit einigen Gemeindemitgliedern zusammen und haben uns überlegt, wie wir die Attraktivität der Gemeinde steigern können“, sagt Pfarrer Stefan Langer im Gespräch mit dem Abendblatt, „dabei ist gemeinsam die Idee für einen Harburger Motorradgottesdienst entstanden.“ Bereits seit Dezember 2021 sei man mit der Planung des Harburger MoGos beschäftigt. „Den ursprünglichen Termin am 10. Juli konnten wir leider nicht halten, die Organisation ist sehr aufwendig“, ergänzt Gerd Demitz, Gemeindemitglied und passionierter Chopper-Fahrer.

Zunächst mussten behördliche Fragen geklärt werden und bereits hier sah man, dass der zeitliche Planungsrahmen nicht ausreiche. Und auch bei der räumlichen Planung sei man auf viele Hindernisse gestoßen. „So einen Motorradgottesdienst können wir nicht auf dem Kirchenvorplatz von St. Maria in der Harburger Innenstadt organisieren, wir wollen daher auf den Schwarzenberg“, sagt Silke Ottow, die sich ebenfalls in der Kirchengemeinde engagiert und als Motorradfahrerin zur Planungsgruppe gehört. Der Platz sei wegen einer Dinosaurierausstellung bereits zur Hälfte belegt gewesen, damit hätte man sich arrangiert, „aber bis heute haben wir beispielsweise keine bezirkliche Antwort auf unseren Antrag bei der Kommission für Emissionsschutz“, erläutert Gerd Demitz, der sich vom Bezirksamt mehr Flexibilität wünscht.

Okay der Kommission für Emissionsschutz ist noch nötig

Das Okay, der Kommission für Emissionsschutz sei wichtig, damit die Anwohner vor Lärm geschützt seien und die Gemeinde als Veranstalter in dem vorgegebenen Rahmen planen kann. Deshalb habe man sich nun auf den 9. Juli 2023 verständigt. Diesen Termin sollten sich Motorradliebhaber aus Harburg bereits jetzt in ihrem Kalender anstreichen. Dann sollen die Biker aus der Region auf dem Schwarzenberg zusammenkommen und einen ökumenischen Gottesdienst feiern. „Wir planen ein Rahmenprogramm und einen Gottesdienst unter freiem Himmel“, so Pfarrer Stefan Langer, der selbst kein Motorrad fährt.

Man habe bereits beim Harburger Gospelchor und der hauseigenen Band Missing für den musikalischen Rahmen angefragt. Da Biker aber nicht ausschließlich zum Beten oder wegen der Fürbitten auf einen Motorradgottesdienst kämen, sondern auch zum networken und plaudern, wird es ein umfangreiches Catering, Infotische und allerhand Motorradtypisches geben. Wie viele Biker kommen werden, da halten sich die Planer noch bedeckt. „Bei schlechtem Wetter vielleicht 20, bei gutem Wetter vielleicht 500 oder mehr“, hofft Gerd Demitz, „wir sind auf alles vorbereitet“. Auf jeden Fall wird es nach dem Gottesdienst auch eine Ausfahrt geben. „Eins verbindet alle Motorradfahrer, die Lust mit ihren oft aufwendig gestalteten Bikes zu fahren“, sagt Silke Ottow.

Motorradgottesdienst-Pastor Lars Lemke hat zugesagt

Sie war es, die dem evangelischen Motorradgottesdienst-Pastor Lars Lemke auf dem MoGo am Michel nach Harburg einlud und Lemke sagte spontan sein kommen zu. „Wir stehen mit verschiedenen Clubs und Vereinen im Kontakt, um von deren Erfahrungen zu profitieren und den ersten Harburger Motorradgottesdienst zu einem Erlebnis werden zu lassen.“ Aktuell sei man dabei, Helfer zu sammeln, um das Team zu vergrößern und die Organisation des MoGo auf mehrere Schultern zu verteilen. Außerdem seinen auch Sponsoren und Spenden nötig. Wie hoch die sein werden, kann das Team der Sankt Maximilian Kolbe-Gemeinde noch nicht sagen, aber die Ausfahrt auf dem Motorradgottesdienst von Hamburg nach Buchholz kostet alleine 30.000 Euro. „Bei uns wird es weniger sein, weil wir die Route kürzer halten, aber Genehmigungen und Auflagen etwa zum Terrorschutz, werden auch auf uns zukommen“, ist sich Gerd Demitz sicher. Bereits im 7. August lädt die Kirchengemeinde zu einer gemeinsamen Motorradfahrt in die Nordheide ein. Auch Nichtgemeindemitglieder sind herzlich willkommen.

Sie lädt daher alle Motorradfahrenden, Motorrollerfahrer und Triker ab 250 ccm ein, teilzunehmen. Los geht es um 14 Uhr auf dem Vorplatz der Kirche St. Maria am Harburger Museumsplatz. „Auch Anfänger und nicht so erfahrene Biker sind eingeladen mit uns in die Nordheide zu fahren. Wichtig ist, dass alle diszipliniert, fahren“, sagt Gerd Demitz.

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