Schwimmbad Hamburg

Chlorgas-Alarm im Midsommerland – sieben Kinder in Klinik

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Beliebtes Schwimmbad in Hamburg: Im Midsommerland in Harburg hat es einen Zwischenfall gegeben. Sieben Kinder und zwei Erwachsene kamen in eine Klinik (Symbolbild).

Beliebtes Schwimmbad in Hamburg: Im Midsommerland in Harburg hat es einen Zwischenfall gegeben. Sieben Kinder und zwei Erwachsene kamen in eine Klinik (Symbolbild).

Foto: Bäderland Hamburg GmbH / xl

15 Gäste des beliebten Schwimmbads in Harburg klagten über Beschwerden. Noch in der Nacht überprüfte Bäderland die Anlage.

Hamburg. 15 Badegäste, darunter vor allem Kinder, haben am Sonnabend im Midsommerland in Harburg auf einmal über Atemwegsreizungen geklagt. Neun von ihnen kamen später vorsorglich in ein Krankenhaus. Offenbar war etwas zu viel Chlorgas ins Wasser des Schwimmbads gelangt, wie Bäderland dem Abendblatt am Sonntagmorgen mitteilte. Gefährlich hoch seien die Werte aber nicht gewesen, bestätigte die Feuerwehr nach einer Messung.

Der Alarm aus dem Schwimmbad im Hamburger Süden erreichte die Retter um 19.46 Uhr. Während ein Notarzt mit dem Rettungsdienst die betroffenen Badegäste untersuchte, nahmen Feuerwehrleute Messungen im Bad vor. "Wir vermuten eine Störung in der Aufbereitungsanlage des Schwimmbads", sagte der Lagedienst der Feuerwehr zunächst. In dieser wird dem Badewasser auch Chlor zugesetzt.

Schwimmbad Hamburg: Zu viel Chlor im Midsommerland

Das Gas ist in konzentrierter Form giftig und kann zu Reizungen von Schleimhäuten, Atemwegen und Augen führen. In Schwimmbädern werden jedoch nur äußerst geringe Mengen zur Desinfektion des Wassers verwendet. Die Feuerwehr konnte vor Ort schnell entwarnen: "Wir haben keine gefährlichen Werte festgestellt", teilte der Sprecher weiter mit. Dennoch habe man dem Midsommerland vorläufig ein Betriebsverbot erteilt, bis die Anlage überprüft wurde.

Das ist noch am Abend geschehen. "Wir haben Techniker vor Ort, die die Anlage auch direkt untersucht haben", sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel am Sonntagmorgen. Demnach habe sich bei der Aufbereitung eine kleine Blase gebildet, durch die etwas mehr Chlor als üblich ins Badewasser gelangt sei. "Es war richtig, das Bad vorsorglich zu schließen. Es handelte sich aber nicht um gefährliche Mengen Chlor", betont auch Dietel. "Wir haben die Situation über Nacht beobachtet und konnten das Bad heute Morgen wie gewohnt wieder öffnen."

Von den 15 Betroffenen, die am Sonnabend über Reizungen klagten, kamen sieben Kinder und zwei Erwachsene vorsorglich in ein Krankenhaus. Die restlichen sechs Kinder wurden an die benachrichtigten Eltern übergeben. Erst am Donnerstag hatte es einen Vorfall an einem anderen Bäderland-Standort gegeben: Im Hallenbad Inselpark in Wilhelmsburg war offenbar Reizgas versprüht worden. Fünf Kinder wurden nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht.

( ras/cw )

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