Verkaufsoffener Sonntag

Harburg lädt ein zum 18. Kulturtag

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Lars Hansen
Beate Trede (von links) und Torsten Römer vom Archäologischen Museum Hamburg sowie Christine Sülau, Julita Hansen, Luisa Knipschild und Melanie Gitte Lansmann vom Citymanagement freuen sich auf den Kulturtag. 

Beate Trede (von links) und Torsten Römer vom Archäologischen Museum Hamburg sowie Christine Sülau, Julita Hansen, Luisa Knipschild und Melanie Gitte Lansmann vom Citymanagement freuen sich auf den Kulturtag. 

Foto: Lars Hansen / xl

Am ersten Novembersonntag öffnen zahlreiche Kulturstätten – aber auch viele Geschäfte sind offen. Obendrein wird geimpft.

Harburg.  Der 18. Harburger Kulturtag am 7. November bildet den Hintergrund für den vierten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr. An 18 Veranstaltungsorten vom Heimfelder Atelier Malrausch im Westen zum Kunstverein Harburger Bahnhof im Osten; vom Kulturkiosk im Norden bis zur Johanniskirche im Süden präsentiert sich das schöpferische Schaffen des Hamburger Südens. Dazu kommen weitere Aktionen in den Einkaufszentren, Kaufhäusern und Fachmärkten.

„Der Harburger Kulturtag ist eigentlich eine selbstorganisierte Veranstaltung der Kulturakteure“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer des Archäologischen Museums Hamburg, Torsten Römer, „allerdings muss diese Selbstorganisation mit einigem Aufwand koordiniert werden, damit rechtzeitig zum Tag auch alles bereit ist. Das übernehmen wir als Museum.“

An 18 Veranstaltungsorten lässt sich Harburgs Kultur erleben

Das Museum übernimmt allerdings mehr als nur die Koordination. Es ist mit gleich drei Programmpunkten selbst vertreten: Einer Führung durch die Ausstellung „Orte des jüdischen Lebens in Harburg“ einer Führung unter dem Motto „Harburg archäologisch“ sowie der „Harburg-Rätsel-Rallye“ für Teilnehmer ab zehn Jahren.

Es mag unlogisch klingen, aber der 18. Harburger Kulturtag ist erst der 17., der tatsächlich stattfindet. „Der 17. Kulturtag musste 2020 sehr kurzfristig coronabedingt ausfallen“, sagt Harburgs scheidende Citymanagerin Melanie Gitte Lansmann, „dabei war er schon bis ins Detail vorbereitet. Weil wir aber nicht den 17. Kulturtag einfach nachholen, sondern wieder einen ganz neuen organisiert haben, zählen wir diesen als den 18. Kulturtag!“

Seit vier Jahren organisiert das Citymanagement den Harburger Kulturtag

Der Kulturtag und der verkaufsoffene Sonntag haben nicht immer zusammen stattgefunden. Lange war es ein Sonnabend, an dem der Kulturtag veranstaltet wurde. Seit allerdings verkaufsoffene Sonntag in Hamburg nur noch anlassbezogen organisiert werden dürfen, müssen sich die Gewerbe- und Stadtmarketingvereine der Bezirke etwas einfallen lassen. „Kunst und Kultur haben in Harburg einen hohen Stellenwert“, sagt Melanie Gitte Lansmann. „Der Harburger Kulturtag ist seit Jahren ein fester Bestandteil der lebhaften Kunst- und Kulturszene Hamburgs.“

Bereits vor vier Jahren hat das Citymanagement dieses Veranstaltungsformat aufgegriffen und umgesetzt. Schon zum dritten Mal wird dieses Sonntagsevent in Kooperation mit dem Archäologischen Museum Hamburg durchgeführt.

Schwerpunkt der Veranstaltungen ist die bildende Kunst in zahlreichen Ateliers

Am Sonntag präsentieren sich von 12 bis 20 Uhr alle wichtigen Harburger Kultureinrichtungen und bieten die Möglichkeit, zu einen einmaligen Beitrag von drei Euro für den Eintrittsanstecker an allen 18 Orten Ausstellungen Führungen, Workshops und Performances zu genießen. Der Schwerpunkt liegt bei der bildenden Kunst.

Teilnehmer des Kulturtages sind der Kunstverein Harburger Bahnhof, die TU Hamburg, das Harburger Theater, Atelier Malrausch, Alles wird schön, Kunstleihe Harburg, HinZimmer, Fischhalle, Kulturwerkstatt Harburg, wattenbergART, Dreifalt, Kulturkiosk Blohmstraße, Künstler zu Gast in Harburg, Künstlergruppe Seniorenresidenz Harburg, Freundeskreis Harburger Theater e.V. sowie die Ausstellung „Kriegskinder Kunstprojekt“ der ev.-luth. Kirchengemeinde Harburg Mitte.

In den Arcaden ist auch der Jugendchor Gospel Train zu hören

Auch die Geschäftsleute betätigen sich als Kultur-Akteure. So wird das ohnehin in den Harburg-Arcaden beheimatete Habibi-Atelier einen Kreativ-Malkurs „Stillleben“ für Kinder und Erwachsene anbieten und Werke des Atelierleiters Sly ausstellen, Werke von Sly sind ebenfalls bei Karstadt zu sehen. Im Marktkaufcenter treten Sängerinnen und Sänger von „Gospel Train“ sowie die Kunstradfahrererin Bikerina auf. Überall in der Stadt sind Stelzenläufer unterwegs.

Dazu gibt es noch soziale Aktivitäten: Im Phoenix-Center sammeln die Harburger Lions Clubs Spenden für Jugendprojekte, außerdem wird im Center auch an diesem Sonntag geimpft.

Die Geschäfte haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Die ersten Aktivitäten des Kulturtags finden ab 12 Uhr statt. Einzelheiten zum Programm gibt es unter www.citymanagement-harburg.de

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