Stadtentwicklung

So sehen Pläne für Netto-Markt mit Café in Eißendorf aus

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Der neue Netto-Markt mit den Wohngebäuden in Hamburg-Eißendorf.

Der neue Netto-Markt mit den Wohngebäuden in Hamburg-Eißendorf.

Foto: coido architects / bloomimages

Architektenbüro stellt Siegerentwurf eines Neubaus vor, der am jetzigen Standort zusätzlich 32 Wohnungen schaffen wird

Eißendorf. Das Neubau-Projekt vom Netto-Markt an der Weusthoffstraße/Ecke Lühmannstraße hat ein Gesicht bekommen: Sven Ove Cordsen vom Hamburger Architektenbüro Coido.

Er präsentierte am Montagabend den Entwurf eines zweistöckigen Sockelgeschosses, auf dem zwei gleich große, jeweils vierstöckige Wohngebäude stehen. Mit ihm hatte er sich im Architektenwettbewerb zur Bebauung der recht prägnanten Straßenecke durchgesetzt.

Netto-Markt hat Verkaufsfläche von rund 900 Quadratmetern

Für das Sockelgeschoss wird eine Fläche von 1900 Quadratmetern überbaut. Es hat ein Untergeschoss mit je 20 Stellplätzen für die Bewohner der beiden Mietshäuser und für die Kundschaft des Einzelhandels. Denn auf dem Erdgeschoss-Niveau wird der Netto-Markt wieder eröffnen, auf einer vergrößerten Verkaufsfläche von rund 900 Quadratmetern. Hinzu kommen rund 100 Quadratmeter für den Eingangsbereich, in den ein Bäcker mit Café einziehen wird. So sieht es bereits die Projekt-Ausschreibung vom Juni vergangenen Jahres vor.

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Während der Sockel konventionell als Stahlbetonkonstruktion geplant ist, werden die beiden auf ihm ruhenden Wohnblöcke Holzfassaden und -wände haben. Nur die Gebäudekerne werden aus Stahlbeton errichtet. Pro Stockwerk werden vier Wohnungen geschaffen, jeweils über Eck angeordnet, um gute Ausblicke für die Bewohner zu schaffen. Insgesamt werden also 32 Wohnungen gebaut, ein Drittel davon öffentlich gefördert als Sozialwohnungen.

"Schönes Projekt für Harburg gerade wegen des Dachgartens"

„Das ist ein schönes Projekt für Harburg, gerade wegen des Dachgartens“, sagt Projektleiter Jirka Bars von Coido Architekten. Der etwa 1400 Quadratmeter umfassende Dachgarten auf der unbebauten Sockelfläche zwischen den beiden Wohngebäuden ist der Clou des Projekts. Er soll Erholungsraum und Kinderspielflächen bieten. Eine bis zu 80 Zentimeter dicke Bodenschicht werde ausreichen, damit dort sogar kleine Bäume wachsen können, sagt Bars. Rundherum soll eine mit Rankpflanzen bewachsene Pergola den Dachgarten vom Straßenraum trennen. Die Bewohner der beiden Häuser haben direkte Zugänge zum Dachgarten. Es soll aber auch eine Treppe geben, die vom öffentlichen Raum zum Garten führt.

Nachdem das Konzept nun steht, muss zunächst detailliert geplant und im nächsten Schritt der Bebauungsplan geändert und auf das Projekt zugeschnitten werden. Anschließend kann der Investor Ratisbona Projektentwicklung den Bauantrag stellen. Projektleiter Bars mag noch keinen voraussichtlichen Baubeginn nennen. Der würde mit dem Abbruch des in den 1980er Jahren gebauten Netto-Marktes starten.

Im Harburger Wohnungsbauprogramm 2021, in dem die Fläche vorgestellt wird, ist ein möglicher Baubeginn in 2023 genannt. Bis dahin könnte sich das in der Ausschusssitzung angesprochene aktuelle Problem, dass das Baumaterial Holz derzeit rar und teuer sei, entschärft haben, hofft Bars.

( hi )

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