Verkehrspolitik

Zwei Schlappen und ein Erfolg für Harburger Bezirkspolitik

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Die Bushaltestelle Harburger Ring ist stark frequentiert

Die Bushaltestelle Harburger Ring ist stark frequentiert

Foto: Lars Hansen / xl

Ersatzhaltestelle Harburger Ring und die neue Ampelschaltung Wetternstraße werden vom Senat abgelehnt. Die Jägerstraße wird sicherer.

Hamburg.  Die Harburger Verkehrspolitik bildet sich nicht nur entlang der großen Pendlerstrecken ab, sondern viel auch im Kleinen, quasi vor der Haustür. In drei solche Themen ist Bewegung gekommen, wenn auch nicht immer so, wie es sich Harburgs Verkehrspolitiker wünschen.

Es handelt sich um die sicherere Querung der Jägerstraße an der Bushaltestelle Mensingstraße, einen Ersatz für die Bushaltestelle Harburger Ring und eine veränderte Ampelschaltung an der Wetternstraße.

Kein Ersatz für die Bushaltestelle am Harburger Ring

Für die Bushaltestelle Harburger Ring, Richtung Harburg Rathaus, hatte die Bezirksversammlung zum dritten Mal Ersatz gefordert und ist zum dritten Mal gescheitert. Seit vor drei Jahren der Abriss des Harburg-Centers begann, ist die Haltestelle ersatzlos aufgehoben.

Die Forderung nach einem Ersatz weiter westlich wurde abgelehnt, weil sie baulich angeblich nicht umzusetzen war; obwohl nach dem Umbau von ZOB und Harburger Ring in einigen Jahren genau dort eine Haltestelle geplant ist. Die Harburger Politik hatte dann gefordert, die Haltestelle an alter Stätte provisorisch wieder einzurichten, solange der Neubau dort nicht begonnen wird. Die Bautätigkeit wurde allerdings just wieder aufgenommen. „Wenn es eine geeignete Stelle für eine Ersatzhaltestelle gibt, wird die Hochbahn sie prüfen“, heißt es in der Stellungnahme der Verkehrsbehörde. Alle Stellen, die sinnvoll wären, wurden jedoch bereits verworfen.

Trennung von Ampelphasen an der Wetternstraße nicht nötig

Ebenfalls gescheitert ist die Bezirksversammlung mit der Forderung, an dem Übergang Wetternstraße/Großmoordamm die Ampelphasen so zu trennen, dass die Radfahrer aus der Wetternstraße nicht gleichzeitig mit den Autofahrern von der Abfahrt Harburg-Mitte der B75 grün haben. Radweg und Abfahrt verlaufen parallel und bis wenige Meter vor dem Übergang sehen sich die Verkehrsteilnehmer nicht.

Obwohl diese Situation grundsätzlich gefährlich ist, ist dort bislang kein Unfall passiert. „Eine Unfallauswertung der letzten drei Jahre zeigte keine Auffälligkeiten“, schreibt die Innenbehörde und verweist darauf, dass die Ampel nach dem Hamburger Standardmuster geschaltet sei. Dies entspreche den gültigen Gesetzen.

Querung der Jägerstraße für Fußgänger wird sicherer

Einen kleinen Erfolg haben die Bezirks-Verkehrspolitiker allerdings doch zu verbuchen: Ihre Forderung, die Querung der Jägerstraße für Fußgänger in Höhe der Bushaltestelle Mensingstraße sicherer zu machen, wird umgesetzt. Allerdings wird nicht die von der Politik geforderte Querungshilfe gebaut, sondern die ganze Straße verändert. „Im Zuge des Umbaus der Jägerstraße in eine verkehrsberuhigte Tempo-30-Zone wird die überbreite Fahrbahn von derzeit etwa 10 Metern auf 6,50 Meter verjüngt“, schreibt das Bezirksamt.

„Die Querungslänge für Fußgänger wird damit verkürzt und die Gehwegflächen verbreitert. Die Haltestellen liegen danach am Fahrbahnrand, was das Überqueren der Straße deutlich erleichtert. Die Umbauarbeiten sind für den Sommer 2021 vorgesehen.“

( xl )

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