Hafenschlick

Trepoll spricht sich gegen Öffnung der Alten Süderelbe aus

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Der Bürgerschaftsabgeordnete André Trepoll (CDU) fordert vom Senat, die Überlegungen, die Alte Süderelbe wieder an die Tide-Elbe anzuschließen, sofort einzustellen (Archivbild).

Der Bürgerschaftsabgeordnete André Trepoll (CDU) fordert vom Senat, die Überlegungen, die Alte Süderelbe wieder an die Tide-Elbe anzuschließen, sofort einzustellen (Archivbild).

Foto: Michael Rauhe

CDU-Bürgerschaftsabgeordneter hält Plan aus gleich mehreren Gründen für falsch. Welche das sind und was er nun fordert.

Hamburg.  Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Wahlkreis Süderelbe, André Trepoll, fordert vom Senat, die Überlegungen, die Alte Süderelbe wieder an die Tide-Elbe anzuschließen, sofort einzustellen. „Neben der Hochwassergefahr sind es vor allem umweltpolitische und auch wirtschaftliche Aspekte, die deutlich gegen dieses Vorhaben sprechen“, sagt Trepoll.

Alte Süderelbe: Kritik von Naturschützern und Wasserverbänden

Die Öffnung der Alten Süderelbe ist eine von mehreren möglichen Maßnahmen, um den Tidenhub im Hauptstrom der Elbe und damit den Schlick-Eintrag in den Hamburger Hafen zu senken. Der Effekt im Hauptstrom wären einige Zentimeter. Im derzeit von der Tide abgekoppelten Bereich der Alten Süderelbe hingegen würden die Wasserstände dann allerdings wieder stark schwanken und bei Hochwasser mannshoch über dem jetzigen Pegel stehen.

Anwohner, Naturschützer und Wasserverbände sehen die Maßnahme deshalb kritisch. Zwar gibt es derzeit noch keine konkreten Pläne, den Altarm zu öffnen, aber die Süderelbe ist nach einem langen Eliminationsprozess eine der letzten für Planer denkbaren Möglichkeiten, Tidendruck aus dem Strom zu nehmen. Kritiker der Öffnung haben bereits über 30.000 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt.

70.000 Menschen von Überschwemmung bedroht

„Die Risiken einer offenen Alten Süderelbe überwiegen klar die angeblichen Vorteile, denn dadurch erhöht sich nicht nur die Überschwemmungsgefahr zulasten von über 70.000 Menschen, sondern es droht insbesondere die Vernichtung sensibler Flora und Fauna“, sagt Trepoll, „ganz zu schweigen davon, dass etliche Betriebe im Alten Land dann nicht mehr auf natürliche Wasser-Ressourcen zurückgreifen können und von Insolvenz bedroht sind!“

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Seine Forderungen hat Trepoll in einem Antrag formuliert. Dieser steht bei der Bürgerschaftssitzung am 21. April auf der Tagesordnung.

( xl )

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