Umweltausschuss

Harburg will 30 Prozent Kohlendioxid einsparen

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Das Stahlwerk ArcelorMittal kann dem geplanten „Energiepark Hafen“ in Altenwerder Abwärme  liefern.

Das Stahlwerk ArcelorMittal kann dem geplanten „Energiepark Hafen“ in Altenwerder Abwärme liefern.

Foto: Arcelor Mittal

Neues Klimaschutzkonzept sieht vor allem Industrie gefordert, damit der Ausstoß bis 2030 entsprechend sinkt.

Harburg.  Um den Bezirk Harburg im Klimaschutz voran zu bringen, sind auf lokaler Ebene vor allem Initiativen von Industrie- und Gewerbebetrieben sowie im Verkehrssektor nötig. Hier liegen die größten Einsparpotenziale beim Kohlendioxid-Ausstoß. So steht es im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) für Harburg, das Dienstag vom Umweltausschuss grünes Licht bekam. Natürlich sind auch die Haushalte gefordert. Aber mehr als die Hälfte der bis 2030 erreichbaren privaten Einsparungen betreffen den deutschen Strommix (weniger Kohlestrom). Und der liegt nicht in den Händen der Harburger.

Das IKK ist Teil des Hamburger Klimaplans. Nach ihm sollen die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbiert werden und bis 2050 um mindestens 80 Prozent sinken. Um dies zu organisieren, erhalten die Bezirke jeweils drei zusätzliche Mitarbeiter und voraussichtlich eine zusätzliche Stelle für einen Klimamanager oder eine Managerin.

Im Harburger Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung laufen alle Fäden zusammen – in der neuen Abteilung Klima und Energie. „Das Harburger Klimaschutzkonzept bildet die strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten“, sagte Abteilungsleiter Stephan Rutschewski in der Ausschusssitzung. Das Konzept enthält detaillierte Einsparpotenziale, um den CO2-Ausstoß bis 2030 um 29 Prozent zu senken (das Bezugsjahr ist hier 2018, weil aus 1990 nicht alle Daten vorliegen). Demnach lassen sich im Bezirk zum Beispiel durch die Stilllegung von Ölheizungen und den Einsatz von erneuerbaren Energien als Wärmelieferanten jährlich 12.000 Tonnen CO2 einsparen. Fast 16.000 Tonnen wären durch Gebäudesanierungen oder Abriss und Neubau möglich. Die Gebäudesanierung spielt auch im Bereich Industrie eine große Rolle, hinzu kommen eine verstärkte Nutzung von Abwärme und von erneuerbaren Energien.

Um diese und weitere Potenziale zu erschließen, werden Leitlinien, Anforderungen, Förderinstrumente, aber auch Beratungen und Informationskampagnen vorgeschlagen. Und das in Kooperation mit den maßgeblichen Akteuren, die sich in Harburg bereits im Bereich Klimaschutz engagieren. Am 25. März wird das Konzept in einer digitalen Veranstaltung von 18 bis 20.30 Uhr vorgestellt. Wer dabei sein möchte, kann sich bis zum 22. März unter www.superurban.de/klima-harburg/ anmelden.

( hi )

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