Hamburg

Sondersitzung zum angeschlagenen Krankenhaus Groß-Sand

Lars Hansen
Etwa 1000 Wilhelmsburger gingen für ihr Krankenhaus Groß-Sand auf die Straße.

Etwa 1000 Wilhelmsburger gingen für ihr Krankenhaus Groß-Sand auf die Straße.

Foto: Lars Hansen / xl

Anwohner und Mitarbeiter fürchten komplette Schließung oder dramatische Verkleinerung der Klinik auf der Elbinsel Wilhelmsburg.

Wilhelmsburg. Wie geht es weiter mit dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand? Das katholische Erzbistum Hamburg, Träger der kleinen Klinik, möchte das defizitäre Haus abgeben. Anwohner und Mitarbeiter fürchten eine komplette Schließung oder eine dramatische Verkleinerung des Angebots. Der Gesundheitsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat das Thema heute als Haupt-Tagesordnungspunkt einer Sondersitzung.

„Wir konnten als Bürgerschaftsabgeordnete in dieser Angelegenheit bislang nicht mit dem Erzbistum reden, sondern immer nur über das Erzbistum", sagt Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, „deshalb haben wir diese Sondersitzung einberufen und einen Vertreter des Bistums eingeladen."

Groß-Sand: Domkapitular soll Rede und Antwort stehen

Für das Erzbistum Hamburg soll Domkapitular Berthold Bonekamp dem Ausschuss Auskunft geben. Außerdem ist Manuel Humburg als Vertreter der Initiative „Groß Sand bleibt“ eingeladen. Humburg ist selbst Allgemeinmediziner. Die Sitzung wird ab 15 Uhr im Livestream der Bürgerschaft übertragen.

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"Letztendlich haben wir als Politik leider kaum Einfluss auf die Entscheidungen eines Klinikträgers", sagt Claudia Loss, „aber wir wollen dem Bistum schon deutlich machen, was die Stadt sich wünscht: Eine adäquate Notfall- und Gesundheitsversorgung für diesen gleichermaßen großen und isolierten Stadtteil!"

Im Gespräch war zuletzt, das Krankenhaus Groß Sand zu rekommunalisieren, indem man es organisatorisch an die letzte Klinik im städtischen Besitz, das Universitätsklinikum Eppendorf anbindet. Weder die Sozialbehörde, noch die Wissenschaftsbehörde wollten dazu in der Vergangenheit jedoch konkrete Stellungnahmen abgeben.

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