Forschung und Lehre in Harburg: Ausgezeichnet!

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Die Studierenden Andrés Cortez, Fabian Krüger, Felix Schlösser, Marco Repke, Andreas Mohr und Robin Hohberg sind vom Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) und dem Präsidium der TUHH mit dem diesjährigen Lehrpreis für Tutoren und Tutorinnen ausgezeichnet worden. Insgesamt arbeiten an der TU jährlich mehr als eintausend Tutorinnen und Tutoren, um ihren Mitstudierenden in Sachen Studium mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Sie leisten einen großen und wertvollen Beitrag zur Ausbildung der nächsten Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren an der TU Hamburg“, sagt Vizepräsidentin Kerstin Kuchta. Insbesondere für die Lernatmosphäre, neue Lernmaterialien sowie ihr Verantwortungsbewusstsein wurden die Preisträger gelobt.

Dozent Dr. Clemens lehrt und vermittelt ausgezeichnet

Für ihre herausragenden Lehrmethoden und innovativen Vermittlungskonzepte haben 20 Hamburger Hochschullehrerinnen und -lehrer den Lehrpreis der Stadt Hamburg 2020 erhalten. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Das Vorschlagsrecht für den Lehrpreis liegt bei den Studierenden. Einer der Preisträger ist Dr. Dennis Clemens. Dass außergewöhnlichen Lehrinnovationen möglich sind, zeigt Clemens in den Lehrveranstaltungen „Repetitorien Mathematik I und II“. Durch seinen Einsatz innovativer Lehrmethoden und –materialien sowie Praxisbezug trug der Wissenschaftler zu einer hohen Lernmotivation seiner Studierenden und einem besseren Verständnis der anspruchsvollen Inhalte bei, heißt es von der Jury. Dr. Clemens: „In meiner Arbeit ist es mir besonders wichtig, den Studierenden auf Augenhöhe zu begegnen und ein offenes Ohr für ihre Fragen zu haben. Zudem versuche ich Lehrinhalte verständlich aufzubereiten, durch Beispiele zu untermauern und verschiedene Methoden zu nutzen.“

Professor Ringle wird besonders oft zitiert

Mit mehr als 76.000 Zitationen zählt Professor Dr. Christian M. Ringle erneut zu dem einen Prozent der weltweit am meisten zitierten Wirtschaftswissenschaftlern. Das bestätigt das Analyse-Ranking des Unternehmens Clarivate Analystics sowie das F.A.Z. Ranking für Deutschlands einflussreichste Ökonomen in der Kategorie Wissenschaft, bei dem der TU-Professor den ersten Platz belegt. In Hamburg ist Ringle damit der erste Wirtschaftswissenschaftler mit der Auszeichnung „Highly Cited Researcher“. Neben dem TUHH-Professor gibt es in Deutschland lediglich sechs weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von deutschen Universitäten mit diesem Titel im Bereich Wirtschaft. Ringle forscht zu Themen aus den Bereichen Strategisches Management, Organisation, Marketing und Human Ressource Management.

Ingenieurin Mara Fuchs macht das Fliegen komfortabler

Mara Fuchs ist eine begeisterte Ingenieurin. Schon als Kind wollte die junge Wissenschaftlerin mit Technik die Welt verändern und als Astronautin hoch hinaus. Ihre Leidenschaft für die Naturwissenschaften und das Fliegen ließ sie an der TUHH Wirklichkeit werden, wo sie Flugzeug-Systemtechnik studierte. Nun erhielt die Wissenschaftlerin für ihre Forschung zu neuen Technologien in der Luft- und Raumfahrt den ersten Platz im Rahmen des Studentenwettbewerbs der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. (GfSE) und ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Damit das Reisen 10.000 Meter über der Erde auch komfortabel für die Passagiere ist, sind Servicefunktionen wie Leselichter und Belüftung Pflicht. Was für Reisende selbstverständlich scheint, ist für Ingenieurinnen wie Mara Fuchs eine technische Herausforderung. So müssen Flugzeugkabinen einerseits gesetzliche Vorgaben erfüllen und zugleich Komfortansprüche der Passagiere berücksichtigen. Möchte man also neue Technologien einsetzen, bedarf es einem aufwendigen Vorentwurf, der alle Abhängigkeiten abbildet. In ihrer Masterarbeit hat Mara Fuchs erstmalig eine digitale Methode entwickelt, um derartige komplexe Zusammenhänge schnell sichtbar zu machen. So kann das Potenzial neuer Technologien frühzeitig abgeschätzt werden. Auf Dauer wird dadurch der Komfort für Flugpassagiere verbessert.

Graduiertenschule räumt 125.000 Euro Preisgeld ab

Die Graduiertenschule „DASHH Data Science in Hamburg – Helmholtz Graduate School for the Structure of Matter“ erhält den Norddeutschen Wissenschaftspreis 2020 und damit 125.000 Euro. In dem Projekt kooperiert die TUHH mit zahlreichen Einrichtungen aus Hamburg und weiteren norddeutschen Bundesländern, um Promovierenden im Bereich Data Science innovative Weiterbildung und Kooperation zu ermöglichen. Die Graduiertenschule wurde 2018 gegründet und ist wegweisend für die Entwicklung neuer kooperativer Ansätze, um komplexe, heterogene Daten mithilfe intelligenter Algorithmen auszuwerten.

Maritime Lehre – Ann-Kathrin Lange beherrscht sie bestens

Häfen, Schiffe und Container haben Charme, das findet auch Oberingenieurin Ann-Kathrin Lange . Seit 2013 forscht und lehrt die Wissenschaftlerin am Institut für Maritime Logistik. Für ihr Engagement und ihre individuellen Lehrmethoden wurde Lange nun von ihren Studierenden für den Wettbewerb „Hervorragende akademische maritime Lehre“ vom Deutschen Maritimen Zentrum e.V. nominiert. Ann-Kathrin Lange erhielt dort den dritten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. „Was ich tue, mache ich mit Leidenschaft und so liegen mir meine Vorlesungen und meine Studierenden sehr am Herzen“, sagt Ann-Kathrin Lange. An der TUHH leitet die Oberingenieurin Forschungsprojekte, entwickelt neue Lehrveranstaltungen und betreut ihre Studierenden bis zur Promotion. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf hafeninternen Containertransporten, Prozessen auf Terminals und deren Simulation. In ihrer Nominierung loben die Studierenden das große Engagement ihrer Dozentin und ihre strukturierte Arbeitsweise, mit der sie komplexe Inhalte verständlich vermittelt.

Tobias Knopp leistet Beitrag zu offener Wissenschaft

Prof. Dr.-Ing. Tobias Knopp, Technische Universität (TU) Hamburg, erhält den Hamburg Open Science Award in der Kategorie „Wissenschaftspraxis“ für die Bereitstellung offener Software, Daten und Dateiformate für das neue medizinische Bildgebungsverfahren „Magnetic-Particle-Imaging“ (MPI), das verschiedene Typen von Nanopartikeln messen und so dynamische körperliche Prozesse wie den Blutfluss in Herz oder Gehirn abbilden kann. Mit dem Hamburg Open Science Award werden Forschungsprojekte ausgezeichnet, die einen bedeutsamen und sichtbaren Beitrag zu offener Wissenschaft leisten. Für die Hamburg Open Science Awards hatten sich 19 Projekte beworben.

Studenten machen die Luftfahrt effizienter

Hamburgs Luftfahrt modern und umweltfreundlich gestalten: Das ist das Ziel von Darja Strahlberg, Johann Kipping und Awista Nasiri , Absolventinnen und Absolventen der Technischen Universität Hamburg. Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten wurden sie mit dem Hamburg Aviation Nachwuchspreis ausgezeichnet. Die Preise sind mit 1500 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung sollen junge Forschende im Luftfahrtbereich gefördert werden. Awista Nasiri belegte mit ihrer Arbeit nicht nur den dritten Platz in der Master-Kategorie, sondern wurde zusätzlich in der erstmals verliehen Sonderkategorie „Grüne Luftfahrt“ geehrt. Darja Strahlberg und Johann Kipping durften sich jeweils über den zweiten Platz in der Kategorie Bachelor freuen.

Hervorragende Leistungen, herausragendes Engagement

Für sein bemerkenswertes Engagement und seine hervorragenden akademischen Leistungen im Masterstudium erhält Sribalaji Setlur, Absolvent der TUHH, den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Damit zeichnet der DAAD internationale Studierende und Doktoranden aus, die mit ihrem Einsatz die Hochschulgemeinschaft bereichern. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Sribalaji Setlur engagierte sich schon seit Beginn seines Masterstudiums für die studentische Arbeitsgruppe Indian Student Assoziation. Zu Beginn der Corona-Pandemie inspirierte er Studierende mit einem Podcast.

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