Verkehrsplanung

„Harburger Innovationsachse“: SPD will bessere Busanbindung

Bislang fährt die Linie 154 von Wilhelmsburg kommend über den Harburger Ring zum Bahnhof. Stattdessen will die SPD den  Bus in Zukunft in Richtung Schwarzenberg und Bostelbek geführt wissen.

Bislang fährt die Linie 154 von Wilhelmsburg kommend über den Harburger Ring zum Bahnhof. Stattdessen will die SPD den  Bus in Zukunft in Richtung Schwarzenberg und Bostelbek geführt wissen.

Foto: Lars Hansen / xl

Busse der Linie 142 vom Schwarzenberg-Campus der TUHH zum HIP benötigen 21 Minuten für eine Strecke von gerade mal 700 Meter Luftlinie.

Harburg.  Die Harburger SPD wünscht sich eine direkte Busverbindung vom Schwarzenberg über den Binnenhafen nach Bostelbek. So könne die „Harburger Innovationsachse“ auch mit dem öffentlichen Nahverkehr schnell und bequem erschlossen werden. Hintergrund ist, dass die Technische Universität Hamburg in Harburg (TUHH) sich in Richtung Binnenhafen erweitert und dass mit dem Fraunhofer-Institut, dem Hamburg Innovation Port (HIP) – in dem die TUHH nur einer von mehreren Mietern ist – weitere forschungsnahe Einrichtungen und Firmencluster im Binnenhafen entstehen.

Dazu sind in Bostelbek neben dem bestehenden hit-technopark noch weitere „Innovationsparks“ in Planung. „Diese Innovationsachse braucht eine gute und direkte Verbindung“, sagt der SPD-Verkehrsexperte Frank Wiesner, „diese ist derzeit allerdings weder zu Fuß, noch mit dem Fahrrad und auch nicht mit dem Bus möglich.

Die derzeitige umsteigefreie Busverbindung mit der Linie 142 vom Schwarzenberg-Campus der TUHH zum HIP benötigt 21 Minuten für gerade einmal 700 Meter Luftlinie, da sie mit vielen Halten durch die gesamte Harburger Innenstadt und den halben Binnenhafen geführt wird. Mit Umstieg in die Linie 157 ist, wenn auch nur im Stundentakt, eine Verbindung in 13 Minuten möglich.

Wartezeiten vor der Bahnschranke könnten Probleme bereiten

„Das ist unzureichend“, sagt Wiesner und hat einen Lösungsvorschlag: „Um diese Ziele besser zu verbinden, könnte die Linie 154, die derzeit vom Berliner Tor über Veddel, Wilhelmsburg und den Harburger Binnenhafen zum Bahnhof Harburg führt, umgestaltet werden.“ Wiesners Vorschlag: Ab dem S-Bahnhof Harburg Rathaus wird die Linie 154 nicht mehr zum Bahnhof Harburg geführt, sondern auf den Schwarzenberg verlängert, womit schon einmal eine Direktverbindung zwischen Binnenhafencampus und Schwarzenbergcampus der TUHH geschaffen wäre und dann über die Heimfelder Straße und den Milchgrund nach Bostelbek geführt. Schwierig könnten dabei die bisweilen langen Wartezeiten vor der Bahnschranke werden.

Dennoch sieht Wiesner die Vorteile überwiegen: „Mit dieser neuen Linienführung werden drei Harburger Innovationstandorte mit einer Buslinie mit attraktiven Fahrzeiten umsteigefrei miteinander verbunden.

Weitere Vorteile sind eine bessere Erschließung der Wohnquartiere am Milchgrund, ein besserer Anschluss der Siedlung Bostelbek und der Wohngebiete im Heimfelder Nordwesten an die S-Bahn sowie eine Verkürzung der ÖPNV-Fahrzeiten zwischen Bostelbek und z.B. Neugraben trotz eines Umstiegs am S-Bahnhof Heimfeld. In der Straße Milchgrund können auch noch ein oder zwei neue Haltestellen, beispielsweise in Höhe Homannstraße und Hermesweg eingerichtet werden“.