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Nachhaltiges Harburg: 18 Projekte buhlen um einen Preis

Biond Plakat

Biond Plakat

Foto: Biond / HA

Das Abendblatt stellt alle 18 Bewerber des Harburger Nachhaltigkeitspreises in einer kleinen Serie vor.

Harburg .  Sie sind viele und füllen das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ in Harburg sehr unterschiedlich mit Leben. 18 Projekte haben sich in diesem Jahr für den 8. Harburger Nachhaltigkeitspreis beworben. Das Themenspektrum unter den Bewerbern reicht von Bildung, Gesundheit und Sport, Gemeinschaft, Inklusion und Integration über Kinderrechte, Kunst und Kultur bis hin zu Mobilität, Ressourcen, Umwelt- und Klimaschutz sowie Stadtentwicklung.

Für gewöhnlich werden die Bewerber des Harburger Nachhaltigkeitspreises in jedem Jahr mit einer großen Ausstellung im Harburger Rathaus gewürdigt. Allerdings muss die diesjährige feierliche Auszeichnungsveranstaltung vom 20. November auf den 19. März 2021 verschoben werden. Aus diesem Grund hat sich die Jury gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt entschlossen, sämtliche Bewerber – nach und nach – in gedruckter Form und alphabetischer Reihenfolge Form vorzustellen.

Recyceln mit Kaffee und Bier

Das erste Projekt heißt „Biond“. Bei Biond handelt es sich um eine gemeinnützigen Unternehmensgruppe in Gründung: Die Macher von Beyond Precious Plastic Hamburg suchen nach biologisch abbaubaren Plastikalternativen und setzen dabei auf lokale Kreislaufwirtschaft. Der Titel des Projektes, mit dem sic sich beworben haben: „Biond. Mit Kaffee und Bier Beyond Precious Plastik“ zeigt, wohin die Reise gehen soll: Aus vor Ort gesammelten Lebensmittelabfällen der Rösterei Café Koffietied am Kiekeberg und der Kreativbrauerei Kehrwieder in Marmstorf entstehen kompostierbare Alltagsgegenstände wie etwa Becher und Schalen.

Hier werden also Bio-Rohstoffe recycelt, die ohnehin reichlich anfallen. Der Kaffeekonsum liegt hierzulande bei 165 Liter pro Kopf, Bier ist das beliebteste alkoholische Getränk weltweit. Die benötigten Maschinen und Formen sind selbstgebaut und zudem einfach zu bedienen.

Die Werkstatt steht allen Harburger Verbraucher*innen und auch ihren Ideen offen. Wer möchte, kann kostenlose, niedrigschwellige Einführungen in Theorie und Praxis analoger und digitaler Produktionsprozesse besuchen. Bei Biond , so urteilt die Jury, findet man die klassischen Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, nachhaltige Wirtschaft sowie soziale Gerechtigkeit wieder. Hinzu komme die Einbindung der Öffentlichkeit (Partizipation). Mehr Informationen z7u dem Projekt gibt es auf der Homepage beyond-plastic-hamburg.de.

Mit gutem Beispiel voran

Das nächste Projekt in der Bewerberreihe ist das Projekt Elbdeich und „Swamp“-Festival.

Hintergrund: Unter dem Motto „Mit gutem Beispiel voran. Für Harburg. Für alle. Für heute und morgen“ ehrt die Bezirksversammlung Harburg seit 2013 jährlich Akteurinnen und Akteure, die sich für die Sicherung unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen für heute und morgen im Bezirk Harburg engagieren. Eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Gesellschaftsbereiche prämiert vorbildliche und zukunftsweisende Projekte mit dem Oberbegriff Nachhaltigkeit.

In einer feierlichen Veranstaltung mit Rahmenprogramm und Plakatausstellung werden in gewöhnlicheren Jahren alle Bewerberprojekte der Öffentlichkeit vorgestellt und die Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner übergeben. Bei bio-fairem, vegan-vegetarischem Catering nutzen die Teilnehmenden die Gelegenheit zu Austausch und Vernetzungsgesprächen.