Elektromobilität

TUHH: Hamburger Studierende bauen autonomen E-Rennwagen

Der neue egn20 des Formula-Student-Teams e-gnition der TU Hamburg.

Der neue egn20 des Formula-Student-Teams e-gnition der TU Hamburg.

Foto: e-gnition / HA

Für die "Formula Student" entwickelte das Hamburger Team e-gnition einen Rennwagen, der in gleich zwei Klassen antreten kann.

Hamburg.  Mit vier Elektromotoren auf die Piste: Mit ihrem neuen Rennwagen startet e-gnition, das Formula-Student-Team der Technischen Universität Hamburg (TUHH), in die Fahrsaison 2021. Erstmalig haben die Studierenden einen elektrischen Wagen gebaut, der sowohl mit als auch ohne Fahrerin oder Fahrer an den Start gehen kann.

Vorgestellt wurde der neue egn20 im Audimax der TU in Harburg. Mit dabei waren unter anderem die Vizepräsidentin Forschung der TU Hamburg Irina Smirnova, sowie Matthias Wilkens vom Hauptsponsor „NXP Semiconductors für Industry Partnerships and University Relations“. Rennsport-Begeisterte konnten sich den neuen Wagen von zuhause aus im Livestream auf YouTube anschauen.

Der Ingenieurswettbewerb „Formula Student“, an dem Harburger Studenten seit mehreren Jahren teilnehmen, steht für die praxisorientierte Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen. Das e-gnition-Team wird neben dem Hauptsponsor von rund 100 weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung gefördert.

„Auf dieses hervorragende Ergebnis sind wir sehr stolz“

Innerhalb eines Jahres konstruieren und bauen mehr als 80 Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen der TU Hamburg einen neuen elektronischen Rennwagen, mit dem sie an „Formula Student“-Rennen gegen weitere studentische Konkurrenz-Teams aus ganz Europa antreten werden. Auch während der Corona-Pandemie wurde fleißig an dem egn20 weitergearbeitet: „Es ist großartig, was unser Team von den heimischen Arbeitsplätzen aus und unter strengen Hygienemaßnahmen in unserer Werkstatt geleistet hat. Der neu entstandene Rennwagen ist nicht nur schnell, sondern auch mit der neuesten Software ausgestattet. Auf dieses hervorragende Ergebnis sind wir sehr stolz“, sagt e-gnition-Mitglied Alexander Christ.

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Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist es den Team-Mitgliedern gelungen, einen Wagen zu bauen, der sich sowohl selbst fahren lässt als auch „driverless“ funktioniert. „Durch modular anpassbare Bauteile kann nach Bedarf schnell zwischen den zwei Fahroptionen gewechselt werden“, erklärt Alexander Christ. So gibt es beispielsweise zwei unterschiedliche Frontflügel, einmal mit Lasersensoren für das autonome Fahren, und einmal ohne Sensoren für das Fahren mit Fahrer.

Zudem wurde ein neu entwickelter Akku eingebaut, mit dem der egn20 optimal mit Energie versorgt werden kann. Irina Smirnova, Vizepräsidentin Forschung der TU Hamburg, sagt: „Das Studierenden-Team der TU Hamburg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gelerntes Wissen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit Realität werden kann.

Einen gigantischen Schritt nach vorne gemacht

Die Möglichkeit, innovative Ideen in der eigenen Universität auf so einem hohen Niveau technisch umzusetzen ist hier in Hamburg einzigartig. Ich freue mich, dass sich das unsere Studierenden zutrauen und damit frühzeitig lernen sich im fairen technischen Wettbewerb auf Spitzenebene zu behaupten. Genau solche Absolventinnen und Absolventen werden in Zukunft gebraucht.“ Matthias Wilkens, zuständig für Universitäts- und Industrie-Partnerschaftsprojekte bei NXP, dem Hauptsponsor von e-gnition, der das Team seit fast zehn Jahren begleitet und mit Produkten unterstützt: „Trotz der schwierigen Pandemie-Situation hat das Team einen gigantischen Schritt nach vorne gemacht. Die relevanten Automobil-Zukunftstechnologien von morgen sind im e-gnition 2021 verbaut: elektrisch, autonom und voll vernetzt. Wir wünschen dem Team viel Erfolg.“

Innerhalb eines Jahres planen, konstruieren und bauen Studierende bei dem Formula Student-Wettbewerb neben ihren Lehrveranstaltungen einen neuen elektrischen Formel–Rennwagen, um sich auf namhaften Rennstrecken in Europa mit anderen Teams der Formula Student zu messen. Gearbeitet wird mit neuen und alternativen Werkstoffen sowie modernsten Fertigungsverfahren. Rund 80 Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen der TU Hamburg sind in dieser Saison an dem Projekt beteiligt.