Graphic-Novel

„Hammaburg“ – Ein Comic erklärt Geschichte

Comiczeichner Jens Natter erzählt in „Hammaburg“ humorvoll von Hamburgs frühen Tagen und nimmt den Leser mit auf eine Reise ins 9. Jahrhundert, in die Zeit des Mönches Ansgar.

Comiczeichner Jens Natter erzählt in „Hammaburg“ humorvoll von Hamburgs frühen Tagen und nimmt den Leser mit auf eine Reise ins 9. Jahrhundert, in die Zeit des Mönches Ansgar.

Foto: Jens Natter / HA

Humorvolle Reise ins Hamburg des 9. Jahrhunderts. Archäologisches Museum Hamburg geht neue Wege in der Wissensvermittlung.

Harburg.  Comics lesen und etwas über die Stadtgeschichte Hamburgs lernen? Das ist dank des neuen Historiencomics „Hammaburg“ jetzt möglich. Die in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Hamburg entstandene Graphic-Novel von Comiczeichner Jens Natter ist ab sofort im Handel erhältlich.

Seit fast 1200 Jahren ranken sich Geschichten und Mythen um die legendäre Hammaburg, auf die sich die Stadt Hamburg zurückführt. Die älteste bekannte Nennung erfolgte im Jahr 834, als der Missionar Ansgar zur Hammaburg kam. Die Keimzelle Hamburgs wurde seit Jahrhunderten auf dem Domplatz im Herzen Hamburgs vermutet. In jahrelanger Feinarbeit haben die Experten des Archäologischen Museums Hamburg die historischen Überlieferungen mit ihren aktuellen Grabungsergebnissen verknüpft und das Puzzle zur Entstehungsgeschichte der Hansestadt neu zusammengesetzt.

Erst durch die Auswertung der letzten Ausgrabungen 2005/06 und 2015 ist es dem Archäologischen Museum Hamburg gelungen, die frühe Stadtgeschichte zu rekonstruieren und die historische Hammaburg tatsächlich zu identifizieren. Seitdem geht das Museum innovative Wege, um seine neuen Erkenntnisse breit zu streuen. So entstanden in den vergangenen Jahren diverse Publikationen, Podcasts, Apps und Medienstationen. Und ab sofort gibt es eben auch einen Hammaburg-Comic.

Der Hamburger Comiczeichner Jens Natter hat in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Hamburg eine Graphic Novel über die Hammaburg verfasst. Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss stand dem Autor bei seinem neuesten Werk mit wissenschaftlicher Fachberatung zur Seite und hat auch ein Vorwort beigesteuert.

Drei Jahre dauerte die Recherche für den Comic

Nach rund dreijähriger Recherche ist der Historiencomic „Hammaburg“ nun erschienen und die vermeintlich trockene archäologische Materie so zu neuem Leben erweckt. Comiczeichner Natter erzählt in „Hammaburg“ humorvoll von Hamburgs frühen Tagen und nimmt den Leser mit auf eine Reise ins 9. Jahrhundert.

Zentrale Figur des Buches ist der Benediktinermönch Ansgar, der vom fränkischen Kaiser Ludwig dem Frommen mit der Aufgabe der Missionierung betraut und zur Hammaburg entsandt wird. Doch die eigentliche Herausforderung Ansgars ist nicht die Christianisierung der Heiden, sondern die Bedrohung durch die Wikinger aus dem Norden. Das Buch verfügt über alle Zutaten, die ein Comic braucht, um die Leserschaft zu fesseln. Und gleichzeitig gelingt es Jens Natter auch noch, Hamburgs Geschichte anschaulich und historisch stimmig zu erzählen.

Die Graphic Novel „Hammaburg“ kann zum Preis von 16,95 Euro im Museumsshop erworben werden. Das Buch ist im Ellert & Richter Verlag erschienen (ISBN 978-3-8319-0781-6).