Buxtehude

Zwei Schüler an der Halepaghen-Schule positiv getestet

Vor dem Haupteingangsbereich der Halepaghen-Schule kommt es in den Pausen zu großen Ansammlungen von Schülerinnen und Schülern. 

Vor dem Haupteingangsbereich der Halepaghen-Schule kommt es in den Pausen zu großen Ansammlungen von Schülerinnen und Schülern. 

Foto: Maximilian Bronner

Corona: Nach Absprache mit dem Stader Gesundheitsamt schickt das Gymnasium fünf weitere Schüler in Quarantäne.

Buxtehude.  Am Buxtehuder Gymnasium „Halepaghen“ sind zwei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte die Schulleiterin Bettina Fees-McCue auf Abendblatt-Nachfrage. Bei den beiden Schülern handelt es sich um zwei Geschwister aus der zehnten und zwölften Jahrgangsstufe. Sie sollen sich nach einer Urlaubsreise bei der eigenen Mutter angesteckt haben. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt habe die Halepaghen-Schule veranlasst, dass fünf weitere Schüler in Quarantäne gestellt werden.

„Die Familie hat das positive Testergebnis am Sonntag erhalten, unsere Schule hat dann am Montag davon erfahren. Insgesamt lief die Absprache mit dem Gesundheitsamt sehr gut“, sagt Schulleiterin Fees-McCue. Die Schule habe die Listen der betroffenen Klassen und Kurse sofort ans Gesundheitsamt weitergeleitet.

Weitere Schüler und Lehrer müssen auf Symptome achten

An der Halepaghen-Schule werden die Schüler in vier Kohorten unterteilt. Die beiden positiven Fälle stammen aus den Kohorten der Jahrgänge neun und zehn, sowie der Jahrgänge elf bis 13. Nach welchen Kriterien die fünf Schüler, die sich nun in Quarantäne begeben mussten, vom Gesundheitsamt ausgewählt wurden, weiß die Schulleiterin nicht genau. „Es spielt aber unter anderem eine Rolle, mit wem die Personen mindestens 15 Minuten intensiven Kontakt gehabt haben könnten“, erklärt Fees-McCue.

Lesen Sie auch:

Weitere Schüler und Lehrer des Gymnasiums seien darüber hinaus einer zweiten Kategorie zuzuordnen, welche sich in den kommenden Tagen selber beobachten und bei Krankheitssymptomen einen Hausarzt aufsuchen soll. Diese Regelung gelte bis zum 16. September. Dabei handelt es sich um eine zehnte Klasse und einen dazugehörigen Wahlpflichtkurs, sowie drei Oberstufenkurse.

Gestern nahm die Schule zudem acht weitere Kurse vorsichtshalber aus dem Unterricht heraus. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt ist diese Maßnahme nun jedoch wieder aufgehoben. Das geht aus einer E-Mail an die Schüler hervor, die dem Abendblatt vorliegt. Alle weiteren Personen an der Schule seien von den Maßnahmen nicht betroffen.

Unterricht findet weiter statt

„Die betroffenen Personen der zweiten Kategorie sollen zwar besonders auf Symptome achten, nehmen ansonsten aber regulär am Unterricht teil. Dabei gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen auch, wie zum Beispiel das Tragen einer Maske auf den Fluren“, erklärt Fees-McCue.

20 Schüler in Quarantäne in Neu Wulmstorf

An der Grundschule Jork erwies sich derweil ein Verdachtsfall (wir berichteten) als negativ. Am Gymnasium Neu Wulmstorf befinden sich etwa 20 Schüler, sowie sieben Lehrkräfte weiterhin bis zum 14. September in Quarantäne. Zuvor wurde eine Lehrerin des Gymnasiums positiv auf das Coronavirus getestet.

Corona-Regeln an Hamburgs Schulen (Stand: 3. August):

  • Maskenpflicht an weiterführenden Schulen für alle Beteiligten, ausgenommen im Unterricht
  • Schüler und Beschäftigte müssen grundsätzlich den Mindestabstand einhalten
  • Schulen müssen eine entsprechende Wegführung und feste Areale auf den Pausenhöfen organisieren
  • Während des Unterrichts gilt die Abstandspflicht nicht
  • In besonderen Fällen können Schüler verschiedener Klassen miteinander lernen, etwa in Oberstufen- oder Wahlpflichtkursen
  • Schüler verschiedener Jahrgangsstufen müssen weiterhin untereinander den Mindestabstand einhalten
  • In Sport, Schwimmen, Musik und Theater sind große Abstandsregeln einzuhalten und Körperkontakte zu vermeiden
  • Schüler und Beschäftigte mit besonderen gesundheitlichen Risiken können sich per Attest vom Präsenzunterricht befreien lassen
  • Kranke Schüler sowie Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten, die keinen negativen Test vorweisen können und noch nicht in Quarantäne waren, werden umgehend nach Hause geschickt und dürfen die Schule vorerst nicht betreten
  • Bei Fernunterricht muss die Schule wöchentlich Telefongespräche mit den Schülern organisieren und den Austausch von Arbeitsbögen, Arbeitshefte, Bücher und handschriftlicher Arbeiten garantieren
  • Schulen müssen bis zu den Herbstferien in jeder Woche den vollständigen Unterricht erteilen
  • Projektwochen, Ausflüge, auswärtige Besuche sowie weitere Schulaktivitäten sind bis zu den Herbstferien nur erlaubt, wenn sie nicht zu Lasten der regulären Unterrichtsstunden gehen
  • Klassenreisen sind bis zu den Herbstferien untersagt