Harburger Stadtautobahn

B 75: Bauarbeiten dauern bis zum Jahresende

Die "Harburger Stadtautobahn" wird saniert. Zum Abschluss wird zwischen Harburg Mitte und Neuland an der Ostseite, regulär die Fahrbahn Richtung Hamburg, gebaut.

Die "Harburger Stadtautobahn" wird saniert. Zum Abschluss wird zwischen Harburg Mitte und Neuland an der Ostseite, regulär die Fahrbahn Richtung Hamburg, gebaut.

Foto: Lars Hansen / xl

Endphase der Arbeiten dauert bis zum Winter und ist für Verkehrsteilnehmer weiterhin mit starken Einschränkungen verbunden.

Harburg.  Für die überregionale Politik war der Umbau der Bundesstraße 75 im Hamburger Süden schon 2019 abgeschlossen, als Bürgermeister Peter Tschentscher, Wirtschaftssenator Michael Westhagemann, Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann und Bahnvorstand Roland Pofalla sich am schwarz-rot-goldenen Flatterband versammelten, um es gemeinsam zu durchschneiden und damit die Wilhelmsburger Reichsstraße auf ihrer neuen Streckenführung einzuweihen.

Für Pendler aus und nach Harburg war damit allerdings längst noch kein Ende der Verkehrsbehinderungen abzusehen: Der Anschluss der neuen Trasse an die Elbbrücke bei der Kornweide dauert immer noch an, ebenso die Grundsanierung der ehemaligen Harburger Stadtautobahn – mittlerweile wieder zur Bundesstraße herabgestuft. Langsam jedoch nähern sich auch diese beiden Baustellen ihrem Ende.

Die Endphasen der Arbeiten dauern bis zum Winter und sind für Verkehrsteilnehmer weiterhin mit starken Einschränkungen verbunden.

Drittes Jahr der Grundsanierung

Die ehemalige A 253, jetzt wieder B 75, befindet sich bereits im dritten Jahr der Grundsanierung. Seit die Straße 1978 eröffnet wurde, hatte sie stets lediglich oberflächliche Reparaturen erfahren. Nun hatten Alter und steigende Belastung des Materials ihren Tribut gefordert.

Die Schnellstraße musste bis in die tiefsten Tragschichten abgetragen und neu aufgebaut werden. Damit einher ging die Anpassung der Straße an moderne Sicherheits- und Umweltstandards: Aufprallabsorbierende Leitplanken und eine umweltfreundlichere Oberflächenentwässerung sind auf einem großen Teil der Strecke bereits verbaut.

Die Sanierung war in drei Abschnitte unterteilt und diese wiederum in einzelne Phasen. Ab September beginnt die dritte und letzte Phase des dritten und letzten Abschnitts: Die östliche Fahrbahnseite, die regulär die beiden Fahrspuren Richtung Norden beherbergt, wird dafür voll gesperrt. Im Gegenzug wird die westliche Seite, an der jetzt noch Restarbeiten stattfinden, wieder geöffnet.

Eine Umleitung ist eingerichtet

Autofahrer können dann wieder an der Anschlussstelle Neuland in Richtung Süden auffahren und in Harburg-Mitte abfahren. In der Gegenrichtung bedeutet das allerdings: Man kann in Harburg Mitte nicht in Richtung Hamburg auffahren und in Neuland nicht abfahren. Das beeinträchtigt vor allem die, die den Weg über die Schnellstraße und Neuland nutzen, um zur Autobahn A1 zu gelangen und die, die von Harburg kommend über die Neuländer Straße in den Binnenhafen fahren.

„Eine Umleitung ist eingerichtet“, sagt Veronika Bode von der Autobahn GmbH des Bundes, „sie führt von der Anschlussstelle Harburg-Mitte über Großmoordamm und Großmoorbogen sowie die Neuländer Straße zur Auffahrt Neuland der B 75 Richtung Hamburg -Centrum. In der Baustelle gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h,“ . Zur A 1 gelangt man von Harburg aus dann aber auch wieder über die Anschlussstelle Kornweide der B 75.

Auch hier wechselt die Baustelle die Straßenseite, allerdings umgekehrt: Nun wird die Auf- und Abfahrt Kornweide in Richtung Norden geöffnet, denn sie ist fertiggestellt. Dafür wird die bislang provisorische Anschlussstelle in Richtung Harburg nun in ihrer Endform gebaut und dafür gesperrt. Von der Hohen Schaar kommend ist dann kein Abbiegen nach Harburg möglich. Autofahrer aus dem Hafen sollten frühzeitig über die Kattwykbrücke ausweichen oder die Brücke des 17. Juni und die Hannoversche Straße benutzen.

Fahrbahndecke senkt den Energieverbrauch der Autos

Die Reduzierung auf eine Fahrspur je Richtung sorgt seit Baubeginn vor allem im Feierabendverkehr für Rückstaus in Richtung Hamburg. Veronika Bode betont deshalb, dass die Vorteile der Sanierung sich nicht in der reinen Wiederherstellung der Befahrbarkeit erschöpfen: „Die neue Fahrbahndecke senkt den Energieverbrauch der Autos und verbessert den Fahrkomfort“, sagt sie. „Moderne Leitplanken und Betonschutzwände sowie besser sichtbare Fahrbahnmarkierungen sorgen für mehr Sicherheit und eine Vielzahl von Straßenwasserreinigungsanlagen für sauberes Abwasser.“

Die Arbeiten der letzten Etappe beginnen am 4. September und dauern bis Mitte Dezember. In den kommenden Jahren liegen dann noch die Sanierung der B 75 im Harburger Stadtgebiet sowie der Anschluss der Autobahn A 26 am Kreuz Kornweide an.