Schildertausch

Betreten des „Vollhöfner Waldes“ ist wieder erlaubt

Sandro Anteaga-Witt (links) und Recep Sürmen tauschten die Schilder am Vollhöfner Wald aus. 

Sandro Anteaga-Witt (links) und Recep Sürmen tauschten die Schilder am Vollhöfner Wald aus. 

Foto: Lars Hansen / xl

Neues Schild warnt zwar vor dem Betreten des kleinen Gehölzes, verbietet es aber nicht mehr.

Altenwerder.  Das kleine Gehölz auf dem ehemaligen Spülfeld an den Vollhöfner Weiden, von vielen vollmundig „Vollhöfner Wald“ genannt, darf wieder betreten werden. Zwei Mitarbeiter der Hamburg Port Authority (HPA) entfernten am Donnerstagmorgen die schon reichlich beschädigten Verbotsschilder und ersetzten sie durch welche mit der Aufschrift „Betreten auf eigene Gefahr“

Das durch Selbstaussaat seit den 1970er-Jahren wild gewachsene Wäldchen war zum Zankapfel geworden. Die HPA möchte hier eigentlich Logistikbetriebe ansiedeln, viele Bürger in Finkenwerder und im Süderelberaum waren dagegen, denn obwohl – oder weil – der Wald ungeplant gewachsen ist, stellt er mittlerweile ein einzigartiges Biotop dar. Als sogar Leute aus Süddeutschland anreisten, um im kampagnenwirksam Völli“ getauften Gehölz Bäume zu besetzen, hatte die HPA genug und verbot kurzerhand das Betreten. Ob das völlig rechtens war, ist strittig.

„Wir haben uns jetzt entschlossen, das Betreten wieder zu erlauben“, sagt Christian Füldner, Sprecher der Wirtschaftsbehörde. „Ganz wichtig ist aber: Das Hausrecht bleibt bei der HPA!“