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Vicky Leandros singt beim Kultursommer

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Lena Thiele
Vicky Leandros tritt am 9. August beim Kultursommer auf den Sülzwiesen auf.

Vicky Leandros tritt am 9. August beim Kultursommer auf den Sülzwiesen auf.

Foto: Michael de Boer / Campus Lüneburg

Die Künstlerin tritt während der „Hamburger Wochen“ auf den Lüneburger Sülzwiesen auf.

Lüneburg.  Seit 50 Jahren steht sie auf der Bühne, da sollte man meinen, Vicky Leandros kennt sich gut aus im Showgeschäft. Und doch hat sie ihr neues Album „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ genannt. Was sich dahinter verbirgt, und wie i hre neuen Songs klingen, davon können sich ihre Fans am Sonntag, 9. August, selbst ein Bild machen. Dann nämlich tritt die erfolgreiche Sängerin beim Lüneburger Kultursommer auf den Sülzwiesen auf.

Neben den neuen Liedern, die sie überwiegend selbst komponiert und getextet hat, wird die deutsch-griechische Künstlerin auch einige ihrer Klassiker präsentieren. Dazu zählen „Aprés Toi“, mit dem sie einst 1972 den Grand Prix gewann, „Ich bin wie ich bin“ und „Ich liebe das Leben“. Mit mehr als 50 Millionen verkauften Tonträgern und 500 Albumveröffentlichungen weltweit zählt Vicky Leandros, die in Hamburg lebt, zu den erfolgreichsten Künstlerinnen.

Ihr Auftritt ist Teil der „Hamburger Wochen“, wie Veranstalter Klaus Hoppe von Campus Management den zweiten Teil des Lüneburger Kultursommers ankündigt. Der Sänger Michael Schulte (25. Juli), das Ohnsorg-Theater mit dem Stück „Tussipark“ (28. Juli) sowie der Rapper Samy Deluxe (15. August) sind ebenso zu Gast bei der Open-Air-Reihe, die in Coronazeiten die Kultur zurück zu den Zuschauern bringen soll.

Michael Schulte ist inzwischen Familienvater

Michael Schulte wurde durch seine Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2018 einem großen Publikum bekannt. Seitdem hat sich der in Buxtehude lebende Singer-Songwriter privat und musikalisch weiterentwickelt. „Musikalisch gehen die Album-Songs sehr stark in die Richtung der letzten drei Singles, auch wenn man natürlich ein paar neue Sachen ausprobiert“, sagt Michael Schulte, der mittlerweile Familienvater ist. „Was einem aber sicherlich auffällt, ist, dass die Inhalte und Texte der Songs teilweise anders sind – denn ich bin mittlerweile in einem ganz anderen Abschnitt meines Lebens angelangt und setze mich mit anderen Themen auseinander.“

Auf dem Programm der kommenden Wochen stehen zudem Auftritte der Band Liedfett (8. August), des Singer-Songwriters Thees Uhlmann (1. August) und seiner Kollegin Anna Depenbusch (21. August). Darüber hinaus geben die Lüneburgerin Miss Allie (7. August) und die ebenfalls aus der Hansestadt stammenden Musiker der U-2-Coverband Achtung Baby (29. August) Konzerte auf den Sülzwiesen. Zum Abschluss kommt am 30. August der als „König des Jazzschlagers“ angekündigte Götz Alsmann mit seiner Band zum Kultursommer.

Ohnsorg-Theater spielt Sommerkomödie auf Hochdeutsch

Eine Besonderheit in der Kulturreihe ist das Sommerstück des Ohnsorg-Theaters, das vor Kurzem in Hamburg erfolgreich Premiere feierte. „Tussipark“ spielt im Parkhaus eines Einkaufszentrums, wo sich vier sehr unterschiedliche Frauen begegnen: eine gestresste Hausfrau, eine gerade entlassene Verkäuferin, eine männerverschleißende Geschäftsfrau und eine gescheiterte Braut. Die humorvolle Komödie wird auf Hochdeutsch gespielt.

Damit die Veranstaltungen trotz der Corona-Pandemie sicher ablaufen, ist das Gelände in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Die Eintrittskarten gelten nur für den gebuchten Bereich, sodass sich die Besuchergruppen nicht mischen können. Im Kulturgarten sitzen immer zwei Besucher auf Stühlen nebeneinander, zum nächsten Paar ist ausreichend Abstand. Während der Veranstaltung müssen sie nicht unbedingt sitzenbleiben, sagt Klaus Hoppe. „Wen es nicht mehr auf seinem Stuhl hält, der kann sich auch vor seinen Stuhl stellen und den Rhythmus mit genügend Abstand zu weiteren Gästen aufnehmen.“

Im Biergarten und im Bereich LüneBurger buchen die Besucher mit dem Ticket auch gleich etwas zu essen, hier können sie an Tischen Platz nehmen. Wer umweltfreundlich mit dem Fahrrad kommt, kommt etwas günstiger im Bereich Bike-In unter. Auch dort gibt es Sitzmöglichkeiten. In allen Bereichen gilt: Wer seinen Platz verlässt, muss auf allen Wegen einen Mundschutz tragen, wer die Musik im Stehen genießen will, muss dabei an seinem Platz bleiben, und alle Gäste müssen den Abstand zu den anderen Besuchern berücksichtigen.

Auch das Kino gehört zum Kultursommer

Zum Kultursommer zählen auch Kinovorstellungen. Die Besucher können während des Films entweder im Auto sitzen oder im Freien zugucken, sie müssen sich jedoch beim Kartenkauf auf eine dieser Möglichkeiten festlegen. Gezeigt werden am 24. Juli der Familienfilm „TKKG“ sowie der Udo-Lindenberg-Film „Rocker“ und am 26. Juli macht die „European Outdoor Film Tour“ Station in Lüneburg.

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