Freizeitpark

Zwei Meter hohe Wellen: Das "Surfers Paradise" von Stade

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Axel Tiedemann
Die Simulation zeigt das zukünftige "Surfdeck" bei Stade aus der Vogelperspektive.

Die Simulation zeigt das zukünftige "Surfdeck" bei Stade aus der Vogelperspektive.

Foto: Wavegarden

Es wäre die erste Anlage dieser Art in Norddeutschland. Wann die Eröffnung des Parks mit dem Namen "Surfdeck" geplant ist.

Stade. Ursprünglich hatte man sich einmal in Stade erhofft, dass sich auf dem weitläufigen Areal in der Nähe des Sportflughafens ein BWM-Werk ansiedeln könnte. Doch aus der Bewerbung um einen solchen Standort wurde nichts, nun soll dort unweit der Bundestraße 73 und etwa fünf Kilometer vom Stader Zentrum entfernt eine große Freizeitanlage entstehen. Mittelpunkt wäre ein großer Surfpark, wo bis zu zwei Meter hohe Wellen erzeugt werden könnten. Schon im Frühjahr 2023 ist dort jetzt die Eröffnung geplant. Es wäre die erste Anlage dieser Art in Norddeutschland.

Projektgesellschaft ist gegründet

Die Brüder Jan und Dirk Podbielski hatten erste Ideen dazu bereits 2016 vorgestellt und dann vor gut eineinhalb Jahren (wie berichtet) weiter konkretisiert. Beide wohnen nicht weit von dem Gelände im Alten Land und haben in den letzten Jahren mit der Planung und dem Bau von Offshore-Windparks Erfahrung in der Realisierung großer Projekte gewinnen können. Inzwischen ist für das „Surfdeck“ – wie die Anlage heißen soll – eine Projektgesellschaft gegründet worden.

Auch eine Kletterhalle und Beach-Volleyball sind geplant

Zudem unterschrieben die Brüder in diesem Jahr einen Vertrag mit dem spanischen Hersteller Wavegarden, der als Marktführer beim Bau solcher großen Surfparks gilt. Mit im Boot ist auch die Hamburger Agentur „Island Collective“ der beiden Surfer Christoph Zingelmann und Florian Laudon, die das Marketing für das „Surfdeck“ übernehme werden, wie es in einer aktuellen Mittelung der Surfdeck GmbH heißt.

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Parallel hat die Stadt Stade inzwischen auch ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht, das unter dem Titel „Surfpark Stade“ die Ausweisung eines speziellen Gewerbegebiets vorsieht. Dort sollen zusätzlich auch Bauflächen für andere gewerbliche Freizeitnutzungen möglich sein, heißt es in der Planbegründung. So zum Beispiel für Indoor-Spielplätze, eine Beachvolleyball-Halle oder auch eine Kletterhalle.

Insgesamt 60.000 Quadratmeter Fläche

Während solche Angebote bisher nur Möglichkeiten sind, ist die Planung für das „Surfdeck“ schon reichlich weit vorangeschritten: Insgesamt wird der Park rund 60.000 Quadratmeter Fläche umfassen. Eine Wellenmaschine erzeugt dort dann in einem etwa 20.000 Quadratmeter großen Pool unterschiedlich hohe Wellen, die auf Knopfdruck an des Können der Surfer angepasst werden könnten – aber den natürlichen Wellen der Meere „in nichts nachstehen“, wie es in einer Beschreibung des Projekts heißt.

Geplant sind rundherum auch Gastronomie und Shops, eine Surfschule und auch Übernachtungsmöglichkeiten: Ein Stück Ozeanküste mitten in der Stader Geest.

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