Neue Elblinie

„Japsand“ fährt ab jetzt zwischen Stade und Hamburg

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Der neue Katamaran mit Namen "Japsand" verstärkt die Elblinien zwischen Stade und Hamburg. 

Der neue Katamaran mit Namen "Japsand" verstärkt die Elblinien zwischen Stade und Hamburg. 

Foto: Stade Marketing / HA

Der neue Katamaran hat seinen Liniendienst auf der Elbe aufgenommen und bietet neue Touroptionen für Fahrradtouristen.

Stade.  Nach zwei Wochen Testbetrieb hat der neue Katamaran „Japsand“ der Elblinien offiziell den Liniendienst zwischen Hamburg, Wedel, Twielenfleth und Stade aufgenommen. Der neue „Elblinien-Hafen“ Twielenfleth im Alten Land wird einmal täglich je Richtung angesteuert und steigert zusätzlich die Attraktivität der Verbindung. Die „Japsand“ verkehrt gegenläufig zur bestehenden Fähre „Liinsand“, damit wird die Frequenz der Fährlinien zwischen den drei Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf sechs Verbindungen verdoppelt und die Wartezeiten an den Anlegern halbiert. Für Radtouristen ermöglicht die Verbindung neue Streckenoptionen rund um Stade, das Alte Land, Wedel und Hamburg.

Eröffnungstour mit Stades Bürgermeister

Die neue Fährlinie wurde vom Stader Bürgermeister Sönke Hartlef und dem Reeder Dirk Lehmann ab Stadersand auf den Weg gebracht und in Hamburg von Michael Otremba, Geschäftsführer Hamburg Tourismus GmbH zusammen mit dem Geschäftsführer der Stade Marketing und Tourismus GmbH (SMTG) Dr. Andreas Schäfer in Empfang genommen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Tourismus der für die Abfahrtshäfen zuständigen Städte und Gemeinden waren an Bord. Passend zur Jahreszeit und aufgrund der Verbindung zwischen Hansestädten und Obstanbaugebiet stand die Premierenfahrt unter dem Motto: „Knubberkirsche küsst Rollmops“.

Sönke Hartlef betont: „Durch die Fähre wird eine elbseitige Verbindung innerhalb der Metropolregion hergestellt, die jetzt in beide Richtungen für Tagesausflüge verlässlich genutzt werden kann“. Die Elblinien hatten im August 2019 wieder einen Fährbetrieb zwischen Stade und Hamburg initiiert. Die Verbindung war so erfolgreich, dass die Kapazitäten nicht ausreichten und nun nach weniger als einem Jahr eine Erweiterung erfolgt.

Fähre war zuvor im Limfjord unterwegs

Die „Japsand“ wurde im Frühjahr von der Watten Fährlinien GmbH (Betreiberin der Elblinien) erworben und im Mai ins neue Fahrgebiet überführt. Mit 19,85 m Länge bietet die „Japsand“ höchstens 118 Passagieren Platz. Außerdem ist die Mitnahme von bis zu 30 Fahrrädern möglich. Die Fähre war bislang im dänischen Limfjord im Einsatz zwischen Rønbjerg und Livø. Ihren Namen hat sie, genau wie die „Liivsand“, von einer Sandbank im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Der Tiefgang der Fähre beträgt nur 1,65 Meter, die Geschwindigkeit liegt bei zwölf Knoten. Der Katamaran ist 19,85 Meter lang und acht Meter breit. Zwei Personen Besatzung sind vorgesehen.

Sonnendeck mit 42 Plätzen

42 Plätze befinden sich auf dem Sonnendeck mit hervorragendem Blick auf Elbe und Flusslandschaft. Durch ein Solarpanel und Windkraft an Bord benötigt die „Japsand“ keinen zusätzlichen Landstrom. Corona-bedingt fahren zur Zeit beide Fähren mit reduzierter Sitzzahl.

Von Hamburg nach Stade für 15 Euro

Rund 15 Euro kostet das Ticket für die Langstrecke von Hamburg nach Stade. Auch die Nutzung der Fähre für die Teilstrecken, zum Beispiel bis Wedel oder bis ins Alte Land, wird angeboten. Die Preise sind dann entsprechend reduziert. Die Fahrradmitnahme kostet auf der Kurzstrecke 3 Euro, für die gesamte Verbindung 5 Euro pro Strecke. Auch Familientickets sind erhältlich. Ratsam ist eine Vorab-Reservierung, da derzeit nur eine reduzierte Gästezahl an Bord zugelassen ist. Beim Betreten und Verlassen des Schiffes und unter Deck gilt Maskenpflicht.

Alle Informationen zum Fahrplan, zu den Tarifen sowie Tickets für die Fähre gibt es in der Tourist-Information am Hafen Hansestraße 16 in Stade, telefonisch unter 04141/776 980 oder online auf www.elblinien.de.

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