Harburg

Erste Ideen für die Dreifaltigkeitskirche

Mit diesem - größtenteils aus Holz gebauten - Wohn- und Atelierhaus (links), soll nach HHBB-Plänen der Kulturbetrieb in den Kirchengemäuern (rechts) finanziert werden.

Mit diesem - größtenteils aus Holz gebauten - Wohn- und Atelierhaus (links), soll nach HHBB-Plänen der Kulturbetrieb in den Kirchengemäuern (rechts) finanziert werden.

Foto: Bosse Westphal Schäffer Architekten / xl

Erste Bewerber haben Konzepte zur künftigen Nutzung des ehemaligen Kirchengebäudes eingereicht. Derzeit werden zwei geprüft.

Harburg.  In die Vergabe der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche an neue Nutzer kommt Bewegung. Eine Entscheidung ist aber noch nicht abzusehen. In der vergangenen Woche hatten Bewerber im Interessenbekundungsverfahren Gelegenheit, ihre Konzepte der Auswahlkommission vorzustellen und sie zu verteidigen.

Die Anforderungen an ein Konzept sind vielfältig

Die Anforderungen der Ausschreibung sind vielfältig. Das ist den verschiedenen Entscheidungsträgern geschuldet: Die Kirchengemeinde hat ein Interesse an sicheren Einnahmen durch Verpachtung oder Verkauf. Das Denkmalschutzamt möchte möglichst viel des Gebäudes erhalten wissen. Der Bezirkspolitik und dem Bezirksamt schweben eine kulturelle Nutzung des Gotteshauses und seiner Nebengebäude vor. Das Konzept muss also viele zufrieden stellen.

Acht Bewerbungen wurden bislang eingereicht

Acht Bewerbungen wurden in der Vorstellungsrunde geprüft. Schon vor der Runde war bekannt, dass sich die Genossenschaft “Dreifalt“ um die Kirchengemäuer bewirbt. Nach der Vorstellung im vertraulichen Kreis trat noch ein weiterer Bewerber an die Öffentlichkeit: Die Hamburger Baubetreuung (HHBB) plant, Kulturbetrieb im Kirchengebäude mit Einnahmen aus einem Wohn- und Atelierhaus zu refinanzieren, das neben dem denkmalgeschützten Ensemble entstehen soll. Der kritische Punkt daran: Für dies Gebäude müsste der denkmalgeschützte Kirchturm abgerissen werden. Das Denkmalschutzamt legte hier dem Vernehmen nach bereits ein Veto ein – genau, wie bei den Plänen eines Kindertagesheim-Betreibers im Kirchenschiff ein zweites Stockwerk einzuziehen und große Teile der geschlossenen Ost-Wand zu öffnen.

Andere Bewerber konnten die Kommission bislang nicht überzeugen. „Wir sind noch in der Diskussion, wie wir weiter verfahren“, sagt Josephine Jordan vom Stadtplanungsbüro Luchterhand, welches das Verfahren leitet. xl

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Harburg