Abstand von Radlern

Gold für Kampagne der Verkehrswacht Lüneburg

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Die Abstandskampagne der Verkehrswacht Lüneburg

Die Abstandskampagne der Verkehrswacht Lüneburg

Foto: Martin Schwanitz / HA / A. Laible

Bilder von der Abstands-Aktion wurden von 100.000 Nutzern im Internet gesehen und weiterverbreitet

Lüneburg . Die freudige Nachricht seitens der Deutschen Verkehrswacht kam per Videomitteilung, denn die Festveranstaltung in Mainz findet coronabedingt nicht statt: Für die Präventionsaktion der bildlichen Darstellung des Sicherheitsabstands von mindestens 1,50 Metern beim Überholen von Radfahrern erhält die Ortsgruppe Lüneburg den 1. Preis der Verbandszeitschrift „mobil und sicher“ 2019. Damit sind 1550 Euro Preisgeld verbunden.

Die Anerkennung würdigt die eindrückliche Darstellung, für die die Aktiven an einem Sonntagmorgen nach Sonnenaufgang Abstandsszenen von Fahrrad und Auto auf ansonsten stark frequentierten Lüneburger Hauptstraßen nachstellten, sondern auch die bis in die Nachbarländer reichende Verbreitung der Foto- und Videosequenzen. Die Aktion, die mit Hilfe des ADFC-Kreisverbands Lüneburg durchgeführt wurde, sollte anhand von Beispielen aus Lüneburg zeigen, wie groß der Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholen an verschiedenen Stellen wirklich ist.

Darstellungen erreichten über 100.000 Nutzer

Vielfach ist nämlich zu beobachten, dass an Radfahrern viel zu dicht vorbeigefahren wird. Dies ist einer der Gründe, weshalb Radeln von vielen immer noch als unsicher erlebt wird. Die entstandenen Fotos und Videos stellte die Verkehrswacht Lüneburg in ihre facebook-, YouTube- und Instagram-Auftritte ein. Die Darstellungen erreichten über 100.000 Nutzer. Sie wurden von Verbänden, Verkehrswachten und Fahrschulen deutschlandweit und im Ausland geteilt.

Die Aktion unterstützte so die Debatte um die Sicherheit der Radfahrer. Dazu diente in Lüneburg auch ein Fachvortrag des bundesweit bekannten Verkehrsrechtsexperten Prof. Dr. Dieter Müller von der Hochschule der sächsischen Polizei an der Leuphana im Oktober, der ebenfalls auf Youtube eingestellt wurde. In einem zweiten Schritt wurde zusammen mit der örtlichen Buchhandlung Lünebuch ein Partner gefunden, der in der Vorweihnachtszeit die auffälligen ADFC-Warnwesten mit dem Rückenaufdruck „Abstand mind. 1,50 m“ verkaufte.

Das Angebot wurde sehr gut angenommen und die Westen können im Lüneburger Straßenbild regelmäßig wahrgenommen werden. Initiator und Durchführender der Aktion Martin Schwanitz, der zum Vorstand der Verkehrswacht-Ortsgruppe gehört.

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