Landkreis Harburg

Pandemie kostet Buchholz bis zu zwölf Millionen Euro

Der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (re.) und der Erste Stadtrat Dirk Hirsch.

Der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (re.) und der Erste Stadtrat Dirk Hirsch.

Foto: Corinna Panek

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir das laufende Haushaltsjahr mit einem sehr großen Defizit abschließen müssen“, sagt Stadtrat Dirk Hirsch

Buchholz . Die Corona Pandemie reißt große Löcher in die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen. Um rund 100 Milliarden Euro werden nach Angaben des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums die Steuereinnahmen 2020 zurückgehen.

Das entspricht einem Einbruch von rund zehn Prozent (wir berichteten). Bei den Kommunen dürfte das Minus sogar noch größer ausfallen. Mit Einnahmeausfällen in einer Größenordnung von mindestens sieben bis zehn Millionen Euro für die Stadt rechnet Buchholz’ Erster Stadtrat Dirk Hirsch.

Ausgeglichener Haushalt in weiter Ferne

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir das laufende Haushaltsjahr mit einem sehr großen Defizit abschließen müssen“, erläuterte Hirsch auf der jüngsten Ratssitzung. Hinzu kämen andere sinkende Einnahmen – etwa durch den Verzicht auf Kitagebühren - sowie Mehrausgaben für Hygienemaßnahmen und mehr. Unterm Strich könnte sich das Haushaltsdefizit auf bis zu zwölf Millionen Euro aufaddieren.

Vor diesem Hintergrund sei ein ausgeglichener Haushalt in weiter Ferne. Zurzeit wird bereits an einem Nachtragshaushalt für 2020 gearbeitet.

Bund und Länder haben einen Rettungsschirm angekündigt. Anfang 2021 könnten Gelder fließen. Sonderlich üppig dürfte dieser Geldfluss in Anbetracht der Steuerausfälle bei Bund und Land nicht ausfallen. „Für Buchholz wird voraussichtlich nur ein kleiner Teil übrig bleiben“, sagt Hirsch.

Und auch für die Zukunft macht er wenig Hoffnung auf Besserung: „Die Auswirkungen der Pandemie werden wir auch in den kommenden Jahren deutlich spüren.“

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