Forschung hilft

TU-Studentin druckt Schutzmasken für Madrid

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TU-Studentin Victoria Bueschler produziert Face-Shields für Madrids Krankenhäuser.

TU-Studentin Victoria Bueschler produziert Face-Shields für Madrids Krankenhäuser.

Foto: Privat / TUHH

Allein in Madrid werden aktuell bis zu 9000 Protective-Face-Shields für Krankenhäuser benötigt. Hier setzt die Hilfe der Uni ein.

Harburg .  „Wir haben aktuell mehr denn je die Verpflichtung, uns für die Gesellschaft einzusetzen, in der wir leben“, sagt Victoria Bueschler, Studentin der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Deshalb folgt die studentische Hilfskraft des FabLabs an der TU dem Aufruf der Europäischen Kommission zur Produktion von medizinischen Hilfsmitteln.

An der TUHH erstellt sie gemeinsam mit der Studierendenwerkstatt mit Hilfe von 3D-Druckern Gesichtsschutzvisiere, sogenannte Protective-Face-Shields, die in Krankenhäusern von medizinischem Personal dringend benötigt werden. Mit mehr als 85.000 bestätigten Covid-19-Fällen gehört Spanien nach Italien zu einem der am stärksten betroffenen Länder in Europa.

Die Nachfrage an medizinischen Hilfsmitteln, wie Schutzmasken, Handschuhen und Atemmasken steigt täglich. Allein in Madrid werden aktuell bis zu 9000 Protective-Face-Shields für Krankenhäuser benötigt. Hier setzt die Hilfe der Harburger Universität ein.

Airbus organisiert Transport nach Spanien

Unter Koordination der Precious Plastic AG an der TUHH werden bis zu 200 Gesichtsschutzmasken produziert, die anschließend in einer von Airbus organisierten Hilfsaktion nach Spanien geflogen werden.„Mir war sofort klar, dass ich mich an der Soforthilfe beteiligen möchte“, sagt Victoria Bueschler.

Täglich fertig die Master-Studentin der Bioverfahrenstechnik 15 der dringend benötigten Masken. „Ich glaube, dass jeder Beitrag zählt, auch wenn wir im Vergleich zu großen Firmen nur eine kleine Stückzahl produzieren können“, so die Studentin.

3D-Drucker braucht zwei Stunden pro Visier

Für die Erstellung eines Face-Shields braucht ein 3D-Drucker circa zwei Stunden Zeit. Dabei wird ein 3D-Modell über eine Software in ein Schichtmodell umgewandelt, das in Form einer Datei an den Drucker übermittelt wird. Dieser schmilzt anschließend den Kunststoff PLA ein, der Schicht für Schicht aufgetragen wird bis das Face-Shield fertig ist.

Um die Wahrscheinlichkeit für eine Kontamination der Masken auf ein Minimum zu reduzieren, trägt Victoria Bueschler während der Produktion Mundschutz und Handschuhe. „ Es ist toll zu sehen, wie viele kleine Projekte entstehen und sich vernetzen. Nur gemeinsam können wir größere Hilfsaktionen umsetzen“, sagt die Studentin.

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