Harburg
Ruhestand

AKH-Chefarzt verabschiedet sich nach fast 30 Jahren

Prof. Dr. Walter Gross-Fengels, Chefarzt der Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neruoradiologie im Asklepios Klinikum Harburg, verabschiedet sich nach 28 Jahren als Chefarzt in denRuhestand.

Prof. Dr. Walter Gross-Fengels, Chefarzt der Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neruoradiologie im Asklepios Klinikum Harburg, verabschiedet sich nach 28 Jahren als Chefarzt in denRuhestand.

Foto: M.Kuhn/AKH / HA

Mehr als 200 Patienten untersuchen er und sein Team dort täglich, rund 100.000 Röntgenuntersuchungen führen sie jährlich durch.

Harburg. Seit 1992 leitet Prof. Walter Gross-Fengels die Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie im Asklepios Klinikum Harburg – eine der größten Hamburgs. Mehr als 200 Patienten untersuchen er und sein Team dort täglich, rund 100.000 Röntgenuntersuchungen führen sie jährlich durch. Nun geht der bekannte Harburger Arzt in den Ruhestand.

Unter Gross-Fengels’ Führung wurden neue medizinische Verfahren etabliert, von denen Patienten weit über die Region Süderelbe hinaus profitieren. In seiner „Mit Prof. Gross-Fengels verabschieden wir heute nicht nur einen deutschlandweit anerkannten Experten in seinem Fach, sondern auch einen Chefarzt, der sich über die Maßen für sein Team und seine Abteilung, die Klinik und nicht zuletzt Harburg eingesetzt hat“, sagt Philipp Noack, Geschäftsführender Direktor des Asklepios Klinikums Harburg.

Gross-Fengels bleibt Leiter des MVZ

Der Neurologie-Chef habe das Profil der Klinik dessen fast drei Jahrzehnte mitgestaltet. Noack: „Dafür sagen wir im Namen des Direktoriums ‚Danke‘– und freuen uns, dass uns Prof. Gross-Fengels noch bis Ende des Jahres als Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums erhalten bleibt“, so Philipp Noack.

2010 gründete Prof. Gross-Fengels die Praxis für Nuklearmedizin, PET/CT und molekulare Bildgebung in Harburg. Unter seiner Leitung wurde 2017 die invasive Katheter-gestützte Schlaganfallbehandlung eingeführt, im vorigen Jahr zudem eine Form der Strahlentherapie, die nur an wenigen Zentren in Deutschlands eingesetzt wird.

Dass Harburg dieses Verfahren anbiete, sei der Verdienst von Prof. Gross-Fengels, so Noack. Auch für seinen Berufsstand setzt sich der Radiologe seit vielen Jahren nachdrücklich ein –als Vorsitzender des ärztlichen Vereins der Ärztekammer Hamburg, im Vorstand der Deutschen Röntgengesellschaft oder als Präsident des Deutschen Röntgenkongresses.

Initiator des „Hellste Köpfe“-Stipendienprogramms

In Anerkennung seines langjährigen Engagements hat ihm die Deutsche Röntgengesellschaft die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Von seiner Expertise profitierte insbesondere auch der medizinische Nachwuchs: So ist Gross-Fengels einer der Initiatoren des „Hellste Köpfe“-Stipendienprogramms für Nachwuchs-Radiologen.

Neben seiner Arbeit gilt seine Leidenschaft insbesondere dem Segeln – und auch hier hat der Mediziner die Brücke zum Krankenhaus geschlagen: Seit mehreren Jahren organisiert er im Sommer in seiner Freizeit ein Segelevent für die Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf der Alster – gemeinsam mit dem Norddeutschen Regatta Verein. Er lässt es sich seit vielen Jahren nicht nehmen, die Kinder und Jugendlichen an dem Tag zu begleiten.

Nach fast 30 Jahren im Harburger Klinikum freut sich der leidenschaftliche Segler jetzt auf seinen Ruhestand und dass er mehr Zeit für sein Hobby hat. Ganz wird er die Klinik noch nicht verlassen –als Leiter des MVZ Radiologie auf dem Campus bleibt er dem Haus bis Ende des kommenden Jahres erhalten.