Umbau

Bahnhof Harburg soll schöner werden

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Auch der Bahnhofsvorplatz wird umgebaut.

Auch der Bahnhofsvorplatz wird umgebaut.

Foto: Angelika Hillmer / HA

Auf der heutigen Bezirksversammlung beschäftigt sich auch die örtliche Politik mit dem Gebäude und den geplanten Maßnahmen.

Harburgs Bahnhof ändert sein Gesicht. Aktuell laufen umfangreiche Umbauarbeiten. Doch gehen Maßnahmen der Bahn für mehr Kundenzufriedenheit weit genug? Auf der heutigen Bezirksversammlung beschäftigt sich auch die örtliche Politik mit dem Gebäude und den Anbindungen.

Diverse Anträge zu Bahnthemen geben der heutigen Sitzung der Harburger Bezirksversammlung einen echten Nahverkehrs-Schwerpunkt. So wünscht sich die CDU beispielsweise eine bessere Anbindung des niedersächsischen Umlands an den Harburger Bahnhof. Vertreter der Regionalbahn-Gesellschaften sollen im Bezirk erläutern, wie das gelingen könnte und welche Voraussetzungen dafür im Bezirk geschaffen werden müssten – vor allem im Bahnhof.

DB-Information wird um etwa fünf Meter versetzt

Der wird derzeit umgebaut – sehr zum Leidwesen der Fahrgäste, wie unter anderem die SPD findet. Sie bemängelt den Abbau zweier Fahrkartenautomaten und fordert schnellen Ersatz. So bald wird aber kein Ersatz kommen: Die Fahrkartenautomaten waren offenbar erst der Anfang. Eine Bahnsprecherin erläutert die Umbaupläne: „Im Eingangs- und Überführungsbereich wird neuer Gussasphalt verlegt, die Schließfächer erneuert und versetzt. Auch die DB-Information wird um etwa fünf Meter versetzt.“ Der Wartepavillon auf dem Personensteg werde zurückgebaut.

„Dafür werden den Reisenden neue Bänke mit USB-Lademöglichkeiten zur Verfügung gestellt.“ Im Zuge des Umbaus sollen weitere Wartebereiche auf den Bahnsteigen entstehen. Die bestehenden Warteräume erhalten einen neuen Anstrich und neue Beleuchtung. Eine Zeit lang verschwindet die DB-Information völlig vom oberen Bahnhofssteg. Ein Ersatz entsteht auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 3 und 4.

Ziel des gesamten Umbaus, zu dem auch Baumfällungen auf dem Bahnhofsvorplatz zählen, ist es, den historischen und denkmalgeschützten Bahnhof innen übersichtlicher und von außen sichtbarer zu machen. Eine dritte Komponente ist die Begrünung von Bahnsteigflächen. Die Kulturstätten im Bahnhof – der Kunstverein Harburg und der Club „Stellwerk“ in den ehemaligen Wartesälen – sollen erhalten bleiben und letztlich sogar besser zur Geltung kommen.

Warteraum sind seit einigen Tagen geschlossen

Die Information und der Warteraum sind bereits seit einigen Tagen geschlossen. Ein Fahrkartenautomat der DB und zwei der Bahngesellschaft Metronom bleiben zunächst auf dem Steg. Weitere DB-Automaten gibt es in der Ebene zwischen S-Bahn-Gleisen und Fernbahnsteigen. An den Metronom-Automaten können Fahrgäste auch alle DB-Fahrkarten erwerben. Das sei vielen Reisenden aber nicht bewusst, bemängelt die SPD und fordert zumindest eine entsprechende Beschilderung der blaugelben Metronom-Geräte.

Eigentlich jedoch sollen zügig auch neue DB-Automaten aufgestellt werden, so die Forderung der Sozialdemokraten. In einem gemeinsamen Antrag mit den Grünen fordert die SPD ebenfalls, dass sich die Zuverlässigkeit und die Taktfrequenz der S-Bahn schnell verbessern. Bei Ausfällen sollen stets schnell leistungsfähige Ersatzangebote bereit stehen – beispielsweise Fernzüge zur Benutzung frei gegeben werden oder ein Regionalbahn-Halt in Neugraben kurzfristig ermöglicht werden.

Außerdem fordern SPD und Grüne, dass die Bushaltestellen in Sinstorf und Fischbek allesamt den Hamburger Tarifzonen des HVV zugerechnet werden. Das ist bei grenznahen Haltestellen nicht immer der Fall, so dass Fahrgäste von hier Fahrpreise zahlen, als kämen sie aus Seevetal oder Neu Wulmstorf.

Für Fahrradfahrer fordern die Grünen außerdem längere Grünphasen entlang der B 73. Die Fahrradampeln dort sind derzeit mit den Fußgängersignalen gleichgetaktet. Da Radfahrer aber den Überweg schneller überqueren, bremse sie das frühe Fußgänger-Rot aus, so die Grünen.

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