Geesthachts Elbbrücken

„Verkehrsbehinderungen möglichst gering halten“

Die Brücke über die Elbe bei Geesthacht weist schwere Beschädigungen auf und muss saniert werden.

Die Brücke über die Elbe bei Geesthacht weist schwere Beschädigungen auf und muss saniert werden.

Foto: Timo Jann

Vorbereitungen für Planungen sollen länderübergreifend in diesem Jahr beginnen. SPD weitet Unterschriftensammlung nach Geesthacht aus.

Landkreis Harburg.  Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr will die Behinderungen für den Verkehr durch die geplante Sanierung der Elbbrücken bei Geesthacht so gering wie möglich halten. „Das ist unser Ziel“, sagte Dirk Möller, der Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg, am Mittwoch in Lüneburg. Die Arbeiten sind im Jahresverlauf 2021 geplant und sollen gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in Lübeck vorangetrieben werden.

Die Verbindung über die Elbe ist eine der zentralen Zufahrten nach Hamburg und vor allem für Pendler aus dem Landkreis Harburg wichtig. Deshalb hat die SPD aus der Elbmarsch sowie die Fraktion der Sozialdemokraten im Rat der Samtgemeinde Elbmarsch bereits eine Unterschriftenaktion gestartet.

Die Arbeiten an den Brücken sind der Abschluss der Sanierung der Bundesstraße 404, die 2019 in Handorf begonnen und in diesem Jahr in Richtung Norden bis nach Eichholz fortgesetzt werden sollen. Für 2021 ist dann der abschließende Abschnitt bis zu den Brücken bei Geesthacht vorgesehen. Die Lüneburger sind dabei für die Elbvorlandbrücke in Niedersachsen zuständig. Die anschließenden Brücken über Wehr und Schleuse gehören zu Schleswig-Holstein.

Noch unklar, ob eine Vollsperrung notwendig wird

„Wir werden das Projekt länderübergreifend abstimmen und dabei entscheiden, wann was am Elbübergang gemacht werden soll. Klar ist, Sperrungen soll es möglichst nur in einem Zeitraum geben“, sagte Möller. Offen sei derzeit, ob eine Vollsperrung nötig sei oder ob man mit halbseitigen Sperrungen der Straße auskommen könne.

Auch über die Dauer der Arbeiten gibt es noch keine abschließenden Schätzungen. „Wir werden in der zweiten Hälfte dieses Jahres mit den Bauvorbereitungen beginnen und die Bürger frühzeitig und umfangreich über die Ergebnisse informieren“, verspricht der Chef des Lüneburger Geschäftsbereichs.

Zwar ist auch der Umfang der Arbeiten noch offen. Aber Möller hält es für denkbar, dass sowohl die Asphaltdecke abgetragen als auch die zweite Schicht zum Abdichten erneuert werden muss.

SPD startet ihre Unterschriftenaktion beim Neujahrsempfang

Die SPD in der Elbmarsch hatte bereits beim Neujahrsempfang reagiert und ihre Unterschriftenaktion gestartet. 100 Unterschriften wurden spontan eingesammelt. „Wir haben inzwischen Listen an zwölf Plätzen in der Elbmarsch ausgelegt. Dazu gehören Geschäfte, Arztpraxen, Gasthäuser und Tankstellen“, sagte Claus Eckermann, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Samtgemeinderat in Marschacht. Auch die SPD in Geesthacht wolle sich an der Sammelaktion beteiligen, versicherte Eckermann.

Am Mittwoch bereitete der Sozialdemokrat eine Online-Petition vor, die dann an nach Lüneburg sowie nach Lübeck geschickt werden soll. Darin werden die Landesbehörden aufgefordert, die Verbindung über die Brücken keinesfalls komplett zu schließen. Der Schaden wäre immens. Das Nicht- oder späte Erreichen von Arbeitsplätzen, die Umsatzeinbrüche der Wirtschaft und die beeinträchtigte Versorgung der Bevölkerung auch im Gesundheitsbereich seien in keinem Fall hinnehmbar, so die SPD.

Die Planungsbehörden sollten daher eine für die Menschen praktikable Regelung erarbeiten, damit ein Ausnahmezustand für die Menschen vermieden werde. Eckermann stellt klar: „Die Elbmarsch darf durch die Sanierung der Bundesstraße 404 und der Elbbrücken nicht von Hamburg und Geesthacht abgeschnitten werden.“