Landkreis Harburg

Krisenintervention: Johanniter verzeichnen mehr Einsätze

Das Kriseninterventionsteam der Johanniter im Landkreis verzeichnete mehr Einsätze als im Vorjahr (Symbolbild).

Das Kriseninterventionsteam der Johanniter im Landkreis verzeichnete mehr Einsätze als im Vorjahr (Symbolbild).

Foto: Johanniter Landkreis Harburg / Landkreis Harburg,

Die 23 ehrenamtlichen Helfer aus dem Regionalverband Harburg absolvierten 97 Einsätze und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr

Winsen.  ■ Das Kriseninterventionsteam der Johanniter blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Die 23 ehrenamtlichen Helfer aus dem Regionalverband Harburg absolvierten 97 Einsätze und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr. 2019 betreuten sie dabei insgesamt 417 Personen.

Am häufigsten war das Team nach Todesfällen im heimischen Umfeld, zur Betreuung von Angehörigen nach Suiziden und nach Verkehrsunfällen im Einsatz. In einigen Fällen wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr oder von Rettungsdiensten betreut, um nach besonderen Einsätzen das Erlebte verarbeiten zu können.

Pragmatische Hilfestellung

„Wir bieten den Betroffenen durch unsere Gespräche Halt, Struktur und Sicherheit. Wir geben pragmatische Hilfestellung und unterstützen die Betroffenen, ihr soziales Netzwerk zu aktivieren“, erklärt Ingo zum Felde, Leiter des Kriseninterventionsteams. Um effektiv helfen zu können und auf verschiedene Situationen vorbereitet zu sein, haben die Ehrenamtlichen eine umfassende Ausbildung bei den Johannitern absolviert.

Obwohl alle Mitglieder einem Beruf nachgehen, gewährleistet die 2011 gegründete Gruppe eine 24-Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr. So erreichte sie 2019 erstmals eine Bilanz von mehr als 1000 Einsatzstunden.