Neujahrsaktion

Junge Muslime säubern Harburger Rathausplatz

Harburger Ahmadiyya-Gemeinde fegt den Rathausplatz

Harburger Ahmadiyya-Gemeinde fegt den Rathausplatz

Foto: Jörg Riefenstahl

Pünktlich um 7.45 Uhr rückten sie den verstreuten Überresten der Silvesternacht auf dem Harburger Rathausplatz zu Leibe.

Harburg. Pünktlich um 7.45 Uhr rückten sie den verstreuten Überresten der Silvesternacht auf dem Harburger Rathausplatz zu Leibe – keine 30 Minuten später war der Platz komplett gefegt: Jugendliche Muslime der Harburger Ahmadiyya-Gemeinde setzten mit ihrer Neujahrs-Putzaktion erneut ein Zeichen der Verbundenheit mit ihrem Heimatort Harburg.

„Es geht darum, uneigennützig Gutes für die Gesellschaft zu tun – so wie es im Koran steht“, erklärt Kaser Ahmed (23), Medizinstudent und Sprecher der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde im Süderelberaum den Leitsatz der Aktion.

Mit einem gemeinsamen Gebet beendeten die Kinder und jungen Männer ihr frühmorgendliches Engagement auf dem Rathausplatz. Zeitgleich gab es ähnliche Aktionen der Gemeinde auf dem Kirchdorfer Marktplatz (Wilhelmsburg) und an vier weiteren Orten in Hamburg.

Die Ahmadiyya-Gemeinde in Süderelbe hat rund 400 Mitglieder. Deutschlandweit beteiligten sich 6500 Menschen an der traditionellen Putzaktion. Dass sich keine Frauen daran beteiligen, hat einen einfachen Grund: „Die Frauen sind bei uns in einer eigenen Gruppe organisiert. Sie machen eigene Aktionen." Eine Obdachlosenspeisung wird außerdem durchgeführt.

( JR )

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