Harburg
Landkreis Harburg

LPT-Labor Mienenbüttel: Weiter Versuche mit Hunden

Die Gebäude des Labors in Rade-Mienenbüttel sind durch Nato-Stacheldraht gesichert, in den Zwingern rechts werden die Versuchshunde gehalten.

Die Gebäude des Labors in Rade-Mienenbüttel sind durch Nato-Stacheldraht gesichert, in den Zwingern rechts werden die Versuchshunde gehalten.

Foto: Axel Tiedemann / AT

Eine Studie zu Arzneimittelzulassungen wurde noch genehmigt, Hinweise zur Schließung verdichten sich jedoch.

Mienenbüttel. Trotz heftiger Proteste und laufender Untersuchungen durch staatliche Stellen wurden bisher im LPT-Labor in Mienenbüttel weiter Tier-Versuche durchgeführt. Nach Information des Landkreises Harburg durfte dort mit Genehmigung noch bis Donnerstag mit Hunden entsprechende Studien betrieben werden. Weitere Genehmigungen lägen aber nicht vor. Das Labor mit Hauptsitz in Neugraben testet nach eigenen Angaben im Zuge von Arzneimittelzulassungen Medikamente auf ihre Giftigkeit, bevor sie an Menschen geprüft werden.

Seit den 1980er Jahren protestieren Tierschützer

Seit den frühen 1980er-Jahren gibt es schon Proteste von Tierschützern gegen das Unternehmen. Zuletzt hatten im Oktober heimliche Videoaufnahmen mit verstörenden Bildern von Affen und Hunden die Öffentlichkeit aufgerüttelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem wegen Tierquälerei und der Landkreis Harburg prüft derzeit die Untersagung der Betriebsführung. Es gab mehrere Demonstrationen.

Unternehmen soll sich bis Weihnachten äußern

Bis Weihnachten soll das Unternehmen Stellung zu den Vorwürfen nehmen, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Gleichzeichnet verdichten sich Hinweise, dass LPT sein Labor in Mienenbüttel schließt. Mitarbeiter sollen nach Abendblatt-Information gekündigt haben und etliche Tiere sind der Kreisverwaltung zufolge bereits aus dem Labor abtransportiert worden, Katzen seien sogar an Privatpersonen gegeben worden; aktuell befänden sich dort aber noch 36 Katzen, 17 Affen und 185 Hunde.