Harburg
Adventskonzert

Der Monteverdi-Chor singt in Neuenfelde

Der Monteverdi-Chor Hamburg

Der Monteverdi-Chor Hamburg

Foto: Monteverdi-Chor Hamburg

Konzert des des Monteverdi-Chors Hamburg in Neuenfelde. Programm ist geprägt von doppelchöriger Figuralmusik.

Neuenfelde. „Nun komm, der Heiden Heiland – Lieder und Motetten zum Advent“ ist das Konzert des des Monteverdi-Chors Hamburg in Neuenfelde betitelt. Das Programm, das der neue künstlerische Leiter Antonius Adamske mit den Sängerinnen und Sängern einstudiert hat, ist geprägt von doppelchöriger Figuralmusik.

Die zentrale Motette dieser Adventskonzerte ist „Lobet den Herrn, alle Heiden“ von Johann Sebastian Bach. Insgesamt fungiert die Bach-Familie mit Stücken von Johann Sebastian und Johann Michael Bach in diesem Programm als Bindeglied zwischen den scharfen Kontrasten der kontrapunktischen Werke von Michael Praetorius und den Motetten von Johannes Brahms („O Heiland, reiß die Himmel auf“) und Heinrich von Herzogenberg.

Liturgische Gesänge zum 2. Sonntage im Advent

Von Herzogenberg (1843-1900), der in der bisherigen Rezeptionsgeschichte eher unterschätzt und zudem häufig als Brahms-Epigone abgetan wurde, rückt in den letzten Jahren immer mehr ins Licht der Aufführungspraxis. Die „Liturgischen Gesänge zum 2. Sonntage im Advent“ (op. 81, 1894) gehören zu den Höhepunkten seines Schaffens.

In das adventlich-festliche Programm werden auch die Zuhörer als Mitsänger einbezogen. Die weltberühmte Arp-Schnitger-Orgel wird von dem Organisten an St. Pankratius, Hilger Kespohl, gespielt.

Der 1955 von Jürgen Jürgens gegründete Monteverdi-Chor Hamburg zählt zu den renommiertesten deutschen Chören und ist ein musikalisches Ensemble der Universität Hamburg. Nach dem Tod von Jürgens übernahm der Leipziger Dirigent Gothart Stier 1994 die künstlerische Leitung des Chores. Zum Nachfolger Stiers wählte der Chor im Oktober 2018 Antonius Adamske. Schwerpunkt der Chorarbeit ist die a-cappella-Chormusik, doch stehen alljährlich auch Aufführungen großer chorsinfonischer Werke auf dem Programm. Antonius Adamske wirkt als Dirigent vornehmlich für Alte Musik.

Er studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Historische Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis, Schweiz. Adamske ist Chefdirigent des renommierten Monteverdi-Chors Hamburg sowie künstlerischer Leiter des consortium vocale berlin der Berliner Musikhochschulen.

Er lehrt an der Universität Clausthal und ist dort mit Aufführungen unbekannter Werke in Erscheinung getreten, etwa der deutschen Erstaufführung von Gossecs Oper „Le triomphe de la république“, Cavalieris „Rappresentatione“ oder Telemanns „Daniel“. Antonius Adamske lebt mit seiner Ehefrau in Potsdam.

Monteverdi-Chor Hamburg Sonnabend, 14. Dezember, 18.30 Uhr, St.-Pankratius-Kirche Neuenfelde, Eintritt frei, Spende erbeten