Harburg
Haushalt 2020

345.000 Euro für Theater Lüneburg

Die Finanzierung des Theaters ist zunächst gesichert.

Die Finanzierung des Theaters ist zunächst gesichert.

Foto: Dan Hannen / HA

Im Haushalt der Stadt soll ein Millionenbetrag für kommunale Bühnen verankert werden.

Lüneburg. Die Fraktionen von SPD und CDU haben beschlossen, dass aus dem Lüneburger Haushalt für das kommende Jahr drei Millionen Euro mehr für die kommunalen Bühnen eingeplant werden. Schon im Vorjahr hatte das Land diese Summe einmalig zur Verfügung gestellt. Nun sollen diese Mittel im Landeshaushalt fest verankert werden, wie es in Mitteilungen von Landtagsabgeordneten heißt – und zwar zuzüglich der Tarifsteigerungen für ein Jahr. Das abschließende Wort hat der Landtag in der Woche vor Weihnachten.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge begrüßt das jetzige Votum als „kleinen Schritt in die richtige Richtung“ für 2020. Was die Übernahme der Tarifsteigerungen angehe, müsse man sich im neuen Jahr weiter für die Zeit ab 2021 verständigen. Die Göttinger Landtagsabgeordnete, Dr. Gabriele Andretta, hatte jetzt Planungssicherheit für die kommunalen Theater verkündet: Zusätzliche drei Millionen Euro sowie „zusätzliche Gelder für den Tarifausgleich“.

Das schafft Luft in der angespannten Finanzsituation

Diese Nachricht dürfte auch das Theater Lüneburg in Trägerschaft von Hansestadt und Landkreis freuen, es schafft Luft in der angespannten Finanzsituation: 345.000 Euro würde der Lüneburger Anteil an den drei Millionen Euro betragen. Die sechs kommunalen Bühnen in Lüneburg, Göttingen, Osnabrück, Hildesheim, Wilhelmshaven und Celle hatten in der Vergangenheit mehrfach mit Demonstrationen und Aktionen auf ein strukturelles Defizit aufmerksam gemacht, das sie mit rund neun Mio. Euro beziffern.

Im vergangenen Jahr hatte das Land daraufhin einmalig einen Zuschuss beschlossen. Damit verbunden war allerdings die Idee, das die Bühnen die Tarifsteigerungen gegenfinanzieren sollten. Die Theater hielten dagegen: Dann sei das Geld bald aufgezehrt. Für 2020 ist das Thema vorerst geklärt, das Land will seinen Anteil an den Tarifsteigerungen tragen. „Das ist eine gute Nachricht vor Weihnachten“, so Mädge.

Einen Wunsch hat er dennoch: „Im Moment müssen wir davon ausgehen, dass bei den Tarifsteigerungen ab 2021 wieder eine Lücke klafft, die von den Theatern selbst zu tragen wäre. Wir erwarten deshalb eine Zusage zur Übernahme der Tarifsteigerungen durch das Land auch ab dem Haushaltsjahr 2021.“