Harburg
Recycling-Projekt

„Precious Plastic“ gewinnt Nachhaltigkeitspreis

John Cuypers (links) Evelina Dineva und Florian Lehm–kuhl von Precious Plastic bauen ihre Recyclingmaschinen selbst.

John Cuypers (links) Evelina Dineva und Florian Lehm–kuhl von Precious Plastic bauen ihre Recyclingmaschinen selbst.

Foto: Lars Hansen

5000 Euro Preisgeld für Recyclingprojekt, Habibi-Atelier und Nachbarschaftsgarten.

Harburg.  Das Recycling-Projekt „Precious Plastic“ hat den ersten Platz beim Nachhaltigkeitspreis des Bezirks Harburg gewonnen. 2500 der insgesamt 5000 Euro Preisgeld gingen an die Gruppe, die mit selbst hergestellten Maschinen Plastikmüll zu Rohstoff oder gar gleich neuen Gebrauchsgegenständen verarbeitet sowie Bildungsarbeit zum Thema „Umgang mit Plastik“ betreibt. 1500 Euro gingen an das Habibi-Atelier für die Aktion „Kunsttausch für Obdachlose“ und der mit 1000 Euro dotierte dritte Preis an den Nachbarschaftsgarten Neuwiedenthal.

Der Nachhaltigkeitspreis wurde zum siebten Mal vergeben. 22 Initiativen und Projekte waren für den Wettbewerb gemeldet, der von der Initiative „Harburg21“ organisiert wird. Harburg21 ist dafür zuständig, die von den UN in der „Agenda 21“ festgehaltenen Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen. Dabei bezieht sich Nachhaltigkeit nicht nur auf Umweltaspekte, sondern auch auf kommunales Wirtschaften sowie soziale Gesellschaftsentwicklung.

Preis war noch nie so hoch dotiert

Die Siegerurkunden und Schecks überreichten Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, Robert Timmann, zweiter stellvertretender Vorsitzender der Bezirksversammlung und Norbert Koßyk, Filialleiter der Sparda-Bank in Harburg, am Freitagabend. Die Bank ist Mitsponsor des Preises, der erstmalig so hoch dotiert war.

Für Precious Plastic sprachen die zukunftsweisende Nutzung technischer Möglichkeiten, die hohe Eigenleistung und gute Selbstorganisation der Akteurinnen und Akteure, die gute Vernetzung und die Abdeckung aller Nachhaltigkeitsdimensionen. „Das Preisgeld kann bei diesem geldintensiven Projekt eine besonders gute Wirkung entfalten“, begründete die Jury ihre Auswahl..

Beim Habibi-Atelier hob die Jury die neue Verbindung von Kultur und sozialen Aspekten hervor und beim „NaNe – Nachbarschaftsgarten Neuwiedenthal“, überzeugten das ehrenamtliche Engagement, die generationsübergreifende Begeisterung und die Integration von Geflohenen in das Projekt. Die 19 anderen Nominierten erhielten Urkunden.