Veloroute 11

Radschnellweg in Harburg wird besonders geschützt

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Jan-Eric Lindner
Die eher schmucklose Hannoversche Straße in Harburg bekommt zwischen Seevestraße und Neuländer Straße einen geschützten Radweg.

Die eher schmucklose Hannoversche Straße in Harburg bekommt zwischen Seevestraße und Neuländer Straße einen geschützten Radweg.

Foto: HA

An Hamburgs erster Protected Bike Lane werden die Radfahrer mit einem doppelten Bordstein vor dem fließenden Autoverkehr geschützt.

Hamburg. Beim Ausbau der Velorouten erprobt die Hansestadt Hamburg im Harburg erstmals sogenannte „Geschützte Radfahrstreifen“. Auf der Hannoverschen Straße wird in Richtung Norden zwischen Seevestraße und Neuländer Straße der Radfahrstreifen nicht – wie üblich – mit einer durchgezogenen weißen Linie von der Kfz-Fahrbahn abgetrennt, sondern mit einem doppelten Bordstein. So soll der Radverkehr besser geschützt und das Zuparken verhindert werden.

Am Montag, 18. November, beginnt der Ausbau der Veloroute 11 sowie die Grundinstandsetzung der Hannoverschen Straße im betreffenden Bereich. Im Zuge des Bündnisses für den Radverkehr wird die Veloroute 11 von der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg bis Eißendorf abschnittsweise ausgebaut.

Veloroute 11 bereits vollständig geplant

Die Umgestaltung umfasst den Bau von Radverkehrsanlagen in Form von 2,25 m breiten Radfahrstreifen. In Fahrtrichtung Süden wird der Radfahrstreifen lediglich mit einem Breitstrich abgegrenzt, da die Parkstände erreichbar bleiben müssen. Auf beiden Straßenseiten entstehen damit im Zuge der Veloroute 11 komfortabel befahrbare Radverkehrsanlagen.

Das noch fehlende Stück der Veloroute 11 (zwischen der Neuländer Straße und der Alten Harburger Elbbrücke) ist vom Planungsbüro ebenfalls schon vollständig durchgeplant worden. Die Netzlücke kann jedoch wegen der Überlagerung mit diversen Umleitungen anderer Straßenbaumaßnahmen erst zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen werden.

Die Hannoversche Straße wird indes völlig umgebaut: Der Gehweg an der unbebauten Ostseite wird aufgehoben. Im Gegenzug wird der Gehweg an der Westseite auf 2,50 Meter verbreitert. Die vorhandenen Parkplätze werden auf die Westseite verlegt.

Autofahrer müssen mit leichten Einschränkungen rechnen

Mit neuen Verkehrsinseln soll der abbiegende Verkehr besser sortiert werden. Zudem werden etliche Bäume neu gepflanzt, so dass das Erscheinungsbild der Hauptverkehrsstraße insgesamt etwas freundlicher wird.

Bereits im Vorfeld der Baumaßnahme waren zahlreiche Versorgungsleitungen erneuert oder saniert worden.

Autofahrer müssen in der Bauzeit mit leichten Einschränkungen rechnen. Die Arbeiten zur Umgestaltung beginnen am Montag an der Ostseite und setzen sich ab März 2020 auf der Westseite fort. Im Juni 2020 müssen die Arbeiten im gesamten Abschnitt abgeschlossen sein, damit andere Bauprojekte nicht gefährdet werden.

Im gesamten Bauzeitraum ist die Hannoversche Straße (mit je einer Spur) in beiden Richtungen befahrbar. Die Grundstückszufahrten sollen so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

Bau der „Infracrew Hamburg“

Erforderliche Sperrungen sollen wenigstens drei Tage vor der Ausführung von der Straßenbaufirma bei den Betroffenen angekündigt werden. Das Bezirksamt will zusammen mit den bauausführenden Firmen darauf hinwirken, Störungen und Behinderungen auf das unvermeidbare Maß zu beschränken.

Bei der Baumaßnahme handelt es sich um Kooperationsprojekt der „Infracrew Hamburg“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der städtischen Baulastträger. Die Modernisierung der unterirdischen Leitungen und Siele, die Verbesserung der Straßen und Wege, die Erneuerung der Brücken- und Gewässerbauwerke in Hamburg liegen in ihrer Hand.

Gemeinsam planen, bauen, koordinieren und kommunizieren sie ihre Dienstleistungen, um Hamburgs Verkehrsraum für alle sicher und sichtbar zu machen. Die Infracrew Hamburg sind die Hamburger Bezirke, die Hamburg Port Authority, Hamburg Wasser, Gasnetz Hamburg, der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und Stromnetz Hamburg.

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