Harburg
Verkehr

Winsener Busverkehr wird neu organisiert

Das neue Logo der WinsenBus.

Das neue Logo der WinsenBus.

Foto: WinsenBus

Die Stadt Winsen baut ihr Nahverkehrs-Angebot komplett um: Aus dem Stadtbus wird zum 1. Dezember der WinsenBUS.

Winsen.  Die Stadt Winsen baut ihr Nahverkehrs-Angebot komplett um: Aus dem Stadtbus wird zum 1. Dezember der WinsenBUS. Dieser fährt auf zwei Linien und steuert dabei auch den Luhe-Park sowie die Gewerbegebiete Winsen-Ost und Luhdorf an. Gleichzeitig wird aus dem Anruf-Sammel-Mobil (ASM) das Anruf-Sammel-Taxi (ALT). Die Busse stellt die KVG Stade.

„Das bisherige Stadtbus-Konzept kam bei Winsens Bürgern nicht gut an, die Nutzerzahlen waren schlecht“, sagt Andreas Mayer, Leiter des Geschäftsbereichs Infrastruktur und Umwelt in der Stadtverwaltung. Mit dem Verkehrsplanungsbüro „Mobile Zeiten“ aus Oldenburg hat die Stadt nun Schwachpunkte analysiert. „Wir haben erkannt, dass die Linienführung des Stadtbusses bislang verwirrend ist“, so Christoph Marquardt, Inhaber von „Mobile Zeiten“.

Ringsystem zwingt Fahrgäste zum Umsteigen

Das Ringsystem zwinge Fahrgäste zum Umsteigen. Weitere Negativpunkte seien Überschneidungen mit dem Regionalbusverkehr und eine fehlende Verknüpfung zwischen Bus und Bahn. Mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans sollen diese Schwachpunkte nun allesamt der Vergangenheit angehören.

Vom 1. Dezember an gibt es künftig die Linien 4001 und 4002, die sich am Knotenpunkt Bahnhof treffen. Die Busse fahren auf ihren Linien nach Norden beziehungsweise Süden direkt durch. Kein Fahrgast muss umsteigen.

Die neuen Abfahrtzeiten sollen sich die Nutzer leicht merken können: „Jede WinsenBUS-Haltestelle bekommt eine feste Abfahrtminute – diese gilt für jede Stunde, in welcher der Bus dort Station macht“, erklärt Mayer. Beispiel: Am Altstadtring startet der WinsenBUS immer um 16 nach, also um 5.16 Uhr, 6.16 Uhr, 7.16 Uhr und so weiter.

Unnötige Überschneidungen zwischen Stadt- und Regionalbus wird es von Dezember an keine mehr geben. „In einigen Ortsteilen ist das bislang der Fall“, hatte Mobile-Zeiten-Chef Marquardt festgestellt. „Künftig gilt: Eine Haltestelle wird entweder vom WinsenBUS oder vom Regionalbus bedient.“

Die Wartezeiten sind kurz

Optimal miteinander verknüpft sollen von Dezember an WinsenBUS, Regionalbus und Metronom sein. „Gemeinsam mit allen Beteiligten ist es uns gelungen, die Fahrpläne aufeinander abzustimmen. „Die Wartezeiten sind kurz, so dass niemand Zeit an der Haltestelle verliert“, ist Mayer überzeugt. „Die Busse sollen jeweils so am Bahnhof ankommen, dass bei Zügen nach und von Hamburg etwa zehn Minuten Zeit zum Umsteigen von und in die Busse bleibt.“

Nach einem ersten Blick auf die Fahrpläne haben Nutzer jedoch für sich längere Fahrzeiten ausgemacht. „Das sind Ausnahmen“, versichert der Geschäftsbereichsleiter. „Insgesamt sind die Zeiten für die meisten Fahrgäste günstiger.“

Ebenfalls zum 1. Dezember wird aus dem Anruf-Sammel-Mobil (ASM) das neue Anruf-Linien-Taxi (ALT). Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hält das ALT nur an den WinsenBUS-Haltestellen. Auch hier gilt: Jede Haltestelle hat ihre feste Halteminute. Das ALT soll gezielt Angebotslücken im Regionalbusverkehr schließen. Verkehrt ein Regionalbus zum Beispiel vormittags zu einer bestimmten Stunde nicht, lässt sich für diesen Zeitpunkt das ALT buchen.