Harburg
Lesung

Eine Region auf der Suche nach ihrer Identität

Marcel Krueger ist Stipendiat des Deutschen Kulturforums

Marcel Krueger ist Stipendiat des Deutschen Kulturforums

Foto: JaroslawSkorskiwww.jaroslawskorski.pl / JaroslawSkorski

2019 ging das Wanderstipendium nach Allenstein/Olsztyn, die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Lüneburg . Seit 2009 vergibt das Deutsche Kulturforum östliches Europa das Stadtschreiber-Stipendium, dessen Ziel es ist, das gemeinsame Kulturerbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in Mittel- und Osteuropa in der Öffentlichkeit bekannter zu machen sowie den interkulturellen Dialog zu fördern.

Es wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotiert und wurde vom Deutschen Kulturforum östliches Europa und der Stiftung Borussia ausgerichtet.

2019 ging das Wanderstipendium nach Allenstein/Olsztyn, die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Stipendiat Marcel Krueger berichtete während seines fünfmonatigen Aufenthalts dort in einem Blog über seine Beobachtungen und Begegnungen mit Land und Leuten. In zahlreichen Veranstaltungen mit den Kooperationspartnern knüpfte er Kontakte zu den verschiedensten Kultureinrichtungen und kam mit vielen Bewohnern ins Gespräch.

Autor, Übersetzer und Redakteur

In der Veranstaltung im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg blickt er auf diese Zeit zurück und erzählt, was er über seine mit der wechselvollen Geschichte Ermlands verknüpften Familiengeschichte und über sich selbst lernen konnte: Seine Großmutter Cäcilie stammt aus Lengainen/Łęgajny bei Allenstein/Olsztyn und ihr Bruder Franz wurde als Spion für Polen 1942 von den Nationalsozialisten hingerichtet.

Marcel Krueger, 1977 in Solingen geboren, wohnt in Irland und arbeitet als Autor, Übersetzer und Redakteur. Er findet seine Themen auf Reisen und in der europäischen Geschichte. Für das Berliner Elsewhere Journal arbeitet er als Buchredakteur und schreibt für The Daily Telegraph, The Guardian, die Süddeutsche Zeitung und CNN Travel. 2018 erschien „Babushka’s Journey − The Dark Road to Stalin’s Wartime Camps“ über den Weg seiner Großmutter von Ostpreußen in die sowjetischen Arbeitslager.