Harburg
Hittfeld

Feuer im Gemeindehaus – fällt das Krippenspiel aus?

Die zerstörte Küche im Gemeindehaus: Hier war das Feuer ausgebrochen.

Die zerstörte Küche im Gemeindehaus: Hier war das Feuer ausgebrochen.

Foto: Gemeinde Hittfeld

Gebäude der katholischen Kirchengemeinde Hittfeld gesperrt. Veranstaltungen werden abgesagt. Pfadfinder bitten um Spende.

Hittfeld. Die Schäden, die ein Feuer im Gemeindehaus der katholischen Gemeinde in Hittfeld im September angerichtet hat, sind offenbar weitaus größer als bisher angenommen. Das haben Untersuchungen von Fachleuten jetzt ergeben. Demnach wurden alle 13 Räume, die Flure und das Treppenhaus so stark durch Feuer und Rauch beschädigt, dass ein Betrieb und Aufenthalt im gesamten Gebäude aus gesundheitlichen Gründen für alle Gruppen und Veranstaltungen bis auf Weiteres untersagt wurden. Das Gebäude wird frühestens im neuen Jahr wieder freigegeben.

Der Schaden wird aktuell mit mindestens 100.000 Euro beziffert. „Der gesamte Wiederaufbau wird voraussichtlich mehrere Monate dauern“, sagt Wolfgang Ohrt, Vertreter des Kirchenvorstandes. Das Gebäude sei zwar versichert gewesen – nicht aber das Eigentum der Pfadfinder, dass dort lagerte.

Kostümfundus fürs Krippenspiel hat stark gelitten

Besonders schlimm: Das in Hittfeld so beliebte Krippenspiel steht auf der Kippe, weil der Kostümfundus für die Kinder durch die Raucheinwirkung stark gelitten hat. „Alle Veranstaltungen, auch die Weihnachtsfeiern und sehr wahrscheinlich auch das Krippenspiel, müssen abgesagt oder verlegt werden.“ Das betrifft den Seniorenkreis und den Frauenkreis, am härtesten aber die Pfadfinder: Sie müssen sich nicht nur über den Winter für alle Gruppen eine neue Bleibe suchen, sondern sich auch um eine neue Einrichtung für Küche und Gruppenräume kümmern. Da sie ein selbstständiger Verein sind, tritt die Feuerversicherung nicht für ihren Schaden ein.

Material der Pfadfinder ist zerstört

Das gesamte Material für Zeltlager und Freizeiten – zehn Zelte und Küchengeräte im Wert von mehreren Tausend Euro – lagerte auf dem Dachboden und wurde durch Rauch und Brandschmiere ebenfalls stark beschädigt. Ein Teil könne gereinigt werden, für Zelte und Planen aber wäre die Reinigung teurer als der Zeitwert. „Sie werden entsorgt und müssen neu gekauft werden – ein schwerer Schlag für die nicht gerade auf Rosen gebettete Jugendgruppe“, sagt Orth.

Die Pfadfinder aber geben nicht auf. „Wir schaffen das“, sagt Barbara Mundt, Sprecherin des Stammes. Ein solches Ereignis könne die Gemeinschaft noch stärker zusammenschweißen. Wer die Pfadfinder mit einer Spende unterstützen möchte, wendet sich an Wolfgang Orth. Telefon 0171/70 23 296.