Harburg
Bühne frei!

3000 Besucher feierten den „Sommer im Park“

Sechs Tage wurde im Rahmen des Festivals „Sommer im Park“ auf der Freilichtbühne an der Außenmühle musiziert, getanzt und gefeiert. 

Sechs Tage wurde im Rahmen des Festivals „Sommer im Park“ auf der Freilichtbühne an der Außenmühle musiziert, getanzt und gefeiert. 

Foto: Privat / HA

Die Veranstalter des Kulturfestivals wollen die Freilichtbühne an der Außenmühle im kommenden Jahr auch für Oper, Theater und Kino nutzen.

Harburg. Damit hätten die Veranstalter von „Sommer im Park“ dann doch nicht gerechnet: Als am Freitagabend die Musiker von Chevy Devils , Vladi Wostok und 5th Avenue die Freilichtbühne im Harburger Stadtpark rockten, war die Open-Air-Veranstaltung nahezu bis auf den letzten Platz besetzt. 800 Zuschauer feierten einen „magischen Konzertabend“, deren Eindrücke sie unmittelbar auf Instagram posteten. „Toller Abend“, resümierte auch Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann. „Echter Sommer hier im Park!“

Rund 3000 Besucher an sechs Tagen waren bei den 40 Veranstaltungen des Kulturfestival auf der Freilichtbühne an der Außenmühle dabei. Die Veranstalter, eine Kooperation von SuedKultur, Bezirksamt Harburg und Harburg Inside/Citymanagement Harburg sowie den beiden Harburger Musikclubs Marias Ballroom und Stellwerk Hamburg-Harburg, sprechen von einem vollen Erfolg.

„Wir hatten allein am ersten Wochenende rund 1000 Besucher, das sind mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr“, sagt Melanie-Gitte Lansmann. „Und dass, obwohl das Wetter nicht mitgespielt hat. An diesem Wochenende sind wir mit 800 Besuchern am Freitag und rund 700 am Sonnabend erstmals an die Zulassungsgrenze der Bühne gestoßen.“ 900 Besucher haben offiziell in der 2014 grundsanierten, über 1000 Quadratmeter großen Freilichtbühne Platz.

Harburgs Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, die sowohl bei der Auftaktveranstaltung am 16. August wie auch bei der gestrigen Abschlussveranstaltung „Harburg feiert Vielfalt“ auf der Bühne stand, zieht ein durchweg positives Fazit: „Die zweite Auflage von Sommer im Park war ein voller Erfolg. Noch mehr Harburgerinnen und Harburger als letztes Jahr kamen in den Genuss des hochwertigen Kulturangebots. Ich bin beeindruckt von so viel Engagement der vielen Akteure und Unterstützer und gehe fest davon aus, dass sich Sommer im Park als ein mit Freude erwartetes Format etablieren wird.“

Platz bietet sich für weitere Veranstaltungen an

Davon ist auszugehen, folgt man den Plänen der Organisatoren. „Dieser Ort bietet sich für so viele Veranstaltungen an“, sagt Melanie-Gitte Lansmann. „Kino, Theater, Klassik, Comedy – hier kann man sich alles vorstellen.“

Auch die Auferstehungskirche Marmstorf hat Interesse zur Nutzung der Bühne angemeldet, ebenso der Eisenbahnbauverein Harburg, der sich vorstellen könnte, in der außergewöhnlichen Location mit Blick auf die Außenmühle im kommenden Jahr sein Jubiläum zu feiern.

„Die Bühne bietet sich auch für große Künstler an“, sagt Karsten Schölermann, Betreiber des Stellwerks und des renomierten Hamburger Musikclubs „Knust“. „Ich könnte mir vorstellen, auf dieser Bühne im kommenden Jahr zwölf bis 15 Veranstaltungen zu organisieren.“ Es gebe bereits Gespräche mit größeren Bands.

Veranstalter sind im Gespräch mit der Staatsoper

Auch die Staatsoper habe Interesse angemeldet. „Wir sind in Gesprächen“, bestätigt Sozialdezernentin Anke Jobmann. „Das hätte doch was, eine Barockoper im Rahmen eines Gartendenkmals.“ Die Bühne sei ein „Ort für die Hochkultur nördliche der Elbe“, so Jobmann weiter. Allerdings müsse man mit Bedacht vorgehen, um den Ort in seiner Besonderheit zu erhalten.

Auch Heimo Rademaker, Wirt des Musikclubs Marias Ballroom hat Visionen für die Freilichtbühne. Rademaker war in diesem Jahr erstmals bei der Durchführung des Festivals dabei. „Eine tolle Location“, sagt er. „Da lässt sich mehr draus machen.“ Allerdings nur dann, wenn die Infrastruktur verbessert werde.

„Wir brauchen Abwasserleitungen, Barrierefreiheit und eine leistungsfähigere Stromversorgung“, so Rademaker. Themen, die dem Bezirksamt bekannt sind. „Wir werden in Kürze einen Fachmann beauftragen, der aufstellt, was zu tun ist“, sagt Sozialdezernentin Anke Jobmann. Wenn die Arbeiten nicht zu teuer werden, könnte der Ausbau bereits im kommenden Jahr fertig sein.

Nächste Veranstaltung: Weißes Dinner

Open Air geht es auch am kommenden Wochenende weiter. Dann trifft sich der Hamburger Süden zum Weißen Dinner an der Außenmühle. Das niveauvolle Abendessen am See ist für sechs Stunden angesetzt – von 17 bis 23 Uhr. Einzige Bedingung fürs Mitmachen: Weiße Kleidung. Nur die Schuhe dürfen gern auch bunt sein.